Zucker. 471
waren 80,000 Pfund Zucker, » r2 Unzen, aufgegan-gen; * wenn auch diese Angabe übertrieben ist, wiesie mir es denn zu seyn scheint, so beweiset sie dochso viel, daß die Araber bey festlichen Gelegenheitenden Zucker nicht schonten. Die ältesten Nachrichtenvom Zucker unter den Christen finden sich bey dengleichzeitigen Schriftstellern der Kreuzzüge. Noch ge-gen das Ende des vorigen Jahrhunderts war der Zuk«kcr in Deutschland so theuer, daß sich die Meisten mitMoscovade oder mit Syrup, oder, nach alter Sitte,mit Honig behalfen.
Der Zucker wird nicht blos aus dem Zuckerrohr,S.icclisoum oiliLin-nuin (siehe Zuckerrohr), sondernauch aus andern Gewachsen gewonnen, die zum Theileinen brauchbaren Syrup geben, der in vielen Stückenstatt des Zuckers gebraucht werden kann. In Ceylonwird aus dein Safte des Baums Ketuka ein Zuckerbereitet, den man Jaggori nennt. Er ist braun,kann aber so weiß gemacht werden, wie der beste Raf-finat. 5 Auch der ä^courorus, der starke Baumrvol-lenbaum in Quebcck, und der wilde Pomeranzenbaumgeben Zucker. ^ Nach dem Zuckerrohr giebt der Zuk-kerahorn » H.cer lacclisrlnum, den meisten Zucker;aus dem Maßholderbaum, ^cer csrnpellre » laßt sichzwar auch ein Zucker ziehen, aber nicht in solcherMenge. ? Die große Wohlthätigkeit dieses Baumslernten die Kolonisten des Nordamerikanischen Frey-fiaats zuerst von den Wilden in Canada kennen, dieden Saft des Zuckerahorns mit Maismehl vermengen,und einen Teig davon machen, der ihnen auf Reisenzur Nahrung dient. Der Zuckerahornbaum, den derRitter Linne zuerst beschrieben hat, wachst besondershäufig in Pensylvanien und in den Waldungen vonNordamerika. Der Saft des ZuckerahornbaumS fließtim März, und ein Baum giebt iZ bis 20 Maaß, zu-
wei-