Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

junge Stecklinge, vom verwichemn Sommer, und zwaram liebsten solche, die im Gipfel der Bäume und auf derMittagsseite derselben stehen, weil solche der Luft undSonne am meisten ausgesetzt, in ihrem Holze eine vor-zügliche Reife erlangt und größtentheils einen frischenund kräftigen Wuchs haben. Das Wesentlichste beijeder Art des Pfropfens ist, daß das Bast des Baumes,auf den man pfropft, auch der Bast des Pfropfreisessich vereinigen, und sich gleichzeitig entwickeln, wodurchihre innige Vereinigung erfolgt. In der Lombardeiwird auch auf dieKronedes MaulbeerbaumeSgepfropft,welche Methode vorzüglich bei den Maulbeerhecken an^wendbar ist, wenn sie durch das Abfressen des Viehesgelitten haben sollten. Wenn kleine Maulbeerbäume,deren Stamm 1—2 Zoll Durchmesser hat, aufdie Kronegepfropft werden, so treiben sie gleich in den ersten Jah-ren schöne Sprossen, womit man eine Hecke, die nichtrecht gedeihen will, verbessern kann. Da übrigens dasPfropfen der Maulbeerbäume mit dem der übrigenObstbäume rc. übereinkommt, so verweise ich auf denArt. Pfropfen, Th. 112, S. 405 u. f, und auch aufden Art. Maul beer bäum, Th. 85, S. 572 u. f.—Vom Kopuliren der'Maulbeerbäume. DasKopuliren kann auf verschiedene Weise verrichtet wer-den. Die einfachste Art, besonders bei jungen Stämm-chen von geringer Stärke, ist folgende: Man suche dieStelle des Wildlings auf, wo er mit dem aufzusetzen-den Reise von gleicher Dicke ist, und schneide ihnhier durch einen schrägen glatten Schnitt, den sogenann-ten Reh fuß schnitt, von unten nach oben ab. Ebenso schneidet man auch das aufzusetzende Reis an seinemuntern Ende unter dem untersten Auge auf derentgegengesetzten Seite desselben, von oben nachunten mit demselben Schnitte schräg zu, setzt dann dasReis so auf den Stamm, daß die innere saftige Schalenebst dem Splinte von beiden genau auf einander paßt,