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Seide und Seidenbau.
futtert; weil Blätter dieser Eigenschaft den Raupennicht so dienlich sind, ja oft bei den jungen Raupen ei-nen Durchfall zu wege bringen, der ihnen sehr nachthei-lig werden kann ; eben so diejenigen Blatter, welche vonHonigthau — den Excrementen der Blattläuse — be-fallen werden. Muß man sich der Letzteren in Ermang-lung anderer, bedienen, so muß man sie vorher sorgfäl-tig in reinem Wasser abwaschen, und dann wieder voll-kommen abtrocknen. Die mit Rostflecken bedecktenBlätter sind den Seidenraupen gar nicht nachtheilig,wenn man dabei die Vorsicht beobachtet, daß man ih-nen mehr davon giebt, als die gewöhnliche Portion;denn sie fressen dann die gesunden Theile ab, und lassendie mit Rost bedeckten Stückchen unberührt liegen.Vom Regen oder Thau durchnäßte Blatter sind denSeidenraupen sehr schädlich, und dürfen nicht gefüttertwerden; lieber lasse man eine Mahlzeit vorübergehen,bis man ihnen trockne Blatter füttern kann; und wenngleich die Raupen durch das einmalige Aussehen desFutters in ihrem Wachsthume gehindert werden, sobekommen sie doch keine Krankheiten, welche eine Füt-terung mit nassen Blättern erzeugt. Am besten ist esdaher, um den Thau zu vermeiden, die Blätter deS Mor-gens nicht zu früh, und des Abends nicht zu spät zupflücken; und was den Regen betrifft, so muß man anschönen Tagen, überhaupt bei trocknem Wetter immersa viel Blätter pflücken, daß man ein paar Taqe Ver-rath hak. Man kann sie an einem kühlen, dunklen Ortaufbewahren, wo sie sich halten, und die Lebenslustnicht ausströmt, welches aber an einem Orte geschieht,wo die Sonnenstrahlen eindringen können. — Wennman genöchiget ist, bei anhaltendem RegenwetterBlätter zu pflücken, so niüssen sie erst sorgfältig getrock-net werden, ehe man sie den Raupen giebt. NachHaumann geschieht solches am besten auf einem rei-nen Bretterboden, auf welchem man sie locker aufschüt-