Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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128 Seide und Seidenbau.

tek, und mit dem Rechen wendet, 'nach Art des Heus.Man wirft sie auch während des Auflockerns undWendens von der durchnäßten Stelle nach einer treck-nen, welches auch mit einer Heugabel geschehen kann.Wenn man eine große Menge Blätter zu trocknen hat,soll man sie zuvor auf einen Haufen bringen, oder inSäcken, etwas festgestopft, stehen lassen, damit sie sicherwärmen, und sie dann, wie oben angeführt worden,behandeln; allein dieses Verfahren, das heißt, dieBlätter erst auf einem Haufen sich erwärmen zulassen, ist wohl nicht unbedingt zu empfehlen, weilsie sich doch leicht erhihen und dänn verderben kön-nen. Besser scheint wohl auch die folgende Trock-nungöart zu seyn, obgleich sie zeitraubend ist undvon zwei Personen verrichtet werden muß. DieBlätter nämlich zwischen ein großes linnenes Tuchoder ein Laken zu legen, und sie dann hin und herzu schwingen und zu schütteln, bis sie trocken gewor-den. — Beim Seidenbau im Kleinen, können dieBlätter auch zwischen Löschpapier abgetrocknet wer-den; das heißt, man legt die nassen Blätter zwischenreines graues oder auch weißes Fließpapier, unddrückt sanft darauf, so zieht sich die Nässe darausin das Papier. Man darf sie dann nur kurze Zeitin einem warmen Zimmer oder an der freien Luftliegen lassen, um sie vollends abzutrocknen. Wennman die Blätter abpflücken will, nachdem der Regenaufgehört hat, so muß man erst die Blätter schüt-teln, damit die an den Blättern und Zweigen hän-genden Tropfen herabfallen. Bestäubte Blätter zufüttern, bringt den Raupen gleichfalls Nachtheil;sie müssen daher erst vom Staube befreit werden,welches sowohl bei nicht fest anliegendem Staubemit einer sanften Bürste oder sonst einem dieserähnlichen Instrumente geschieht, oder, wenn derStaub fest sitzt, durchs Waschen, nach welchem