Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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136 Seide und Seidenbau.

Nissen sachkundiger Seidenhändler und Manufakturistenist diese Seide von besserer Beschaffenheit gewesen, alsdie Bengalische und gleich mehreren Sorten ItalienischerSeide. Mr. Winkworth, Vorsitzender im Comiteder Manufakturen, sagt über diese Seidr, daß sie inFarbe, Quantität und Gleichheit weit vorzüglicher ge- iwesen sey, als irgend eine Art im Lande erzeugter Seide,die er bis dahin gesehen habe. Er erklärt sie für voll-kommen so gut, als die Mittelqualitäten aus den Spin-nereien des Festlandes, und für besser, als dieOstindische.Dieser Salat ist demnach ein gutes Fütterungsmittel,wenn die Seidenraupen entweder zu früh auSgekrochen,oder die zarten Maulbeerblättev von Spätfrösten ver-nichtet wurden. Andere Versuche mit Salatblättern,haben nicht den erwünschten Erfolgt gehabt; denn die ^Räupchen rührten sie gar nichtan. Dieses kann dahergekommen seyn, daß diese Blätter noch feucht, nicht rechttrocken gewesen sind, welches ein unerläßliches Beding-niß ist bei der Salakfütterung. — Mit der Scorzo >nere oder Spanischeu Schwarzwurzel, 8oor-liispanics, hat man in Frankreich und bei unsin Deutschland Versuche gemacht, und gefunden, daßsie im Stande ist, die Blätter des weißen Maulbeerbau-mes völlig zu ersitzen. Ein Herr Summa, Schul-und Zeichenlehrer in Feuchtwangen berichtet imverwiche-nen Jahre jm allgemeinen Anzeiger der DeutschrnNr. 229, S.2672, daß es ihm gelungen sey, die Sei-denräupchen auf den Blättern der Scorzonere zu erzie-hen. Er nahm nämlich frische, ganz zarte Scorzoner-blätter, rieb das Wollichke mit dem Finger weg, undlegte sie den Raupen zum Fressen vor, und da sie fraßen,so wurden sie damit täglich dreimal gefüttert. HerrSumma gab nun genau Acht, ob sich bei den Raupenkeine Krankheit zeigen würde, ob die Häutung gehörigerfolge w.; es zeigte sich keine Krankheit, und die Häu-tung erfolgte regelmäßig. Die Fütterung mit den Scor-