Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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140 Seide und Seidenbau.

betrug die Anzahl gegen 3000, davon gingen 156, unddieses erst bei dem Einspinnen zu Grunde, weil in dieserZeit kaltes Regenwetter und Mangel an ausgewachse-nen Blättern eintrat. EinUeberfluß an kräftigen Blät-tern muß aber vorhanden seyn, wenn die Zucht gedei-hen soll. Indessen, kroß dieser günstigen Resultate, undder neuen Empfehlung dieser Blätter von Frankreichaus, wollen doch die meisten Seidenzüchter in Deutsch-land sie nicht loben. Die Centralstelle des landschaft-lichen Vereins in Stuttgart hat sich genau nach denWirkungen dieses Futters, nicht nur im Auslande erkun-digt, sondern sie hat auch im verwichenen Jahre inWir-temberg selbst Versuche und Erfahrungen dieftrhalb an-stellen lassen, welche folgende Resultate geliefert haben.Dem Gärsner Fischbach in Hohenheim, welcher 200Raupen mit Schwarzwurzblätkern fütterte, starben alleund nicht eine Einzige kam zum Einspinnen. Die WittweCatharina Frankein Ludwigsburg, eine in der Sei-denzucht erfahrene Frau, versuchte 500 Raupen nachder Weiten Häutung mit diesen Blättern zu füttern; >sie blieben nicht nur in ihrem Wachsthums zurück, son-dern starben innerhalb 10 Tagen beinah alle, nachdemsie nur das feinste Laub gefressen hatten. Dieselbe Er-fahrung hat auch der Gärtner Walker in Hohenheim,welcher üie Seidenzucht unter der Leitung des landwirth-schaftlichen Instituts betrieb, gemacht, und die von aus-wärts eingegangenen Nachrichten stimmen ganz mit denangeführten Resultaten überein. Mit dem Hartrie-gel hat Herr Christoph Füldner zu Erfurt zuerstals Seidenraupenfutter Versuche gemacht, und, nachihm, haben die schon etwas herangewachsenen Raupendie Blätter der genannten Pflanze sehr gern gefressen,auch haben sich unter den damit gefutterten nur wenigFaulspinner gezeigt. — Mit dem Glaskrauts (ksrie-raria) sind gleichfalls gelungene Versuche angestelltworden.