Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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144 Seide und Seidenbau.

denn die Eyer, LieHerrBolzani, wie schon oben, S.57, angeführt worden, aus Italien hat kommen lassen,haben einen guten Ertrag geliefert. Auch Herr v. Tü r khat Eyer aus Italien, Frankreich und Genf kommenlassen, die der Erwartung entsprachen. Die ersterenwaren in blechernen Büchsen, die zweiten in zugepfropf-ten, versiegelten gläsernen Flaschen, und die letzteren,aus Genf, in einem Briefe. In der Mitte der Eyerin den blechernen Büchsen befand sich ein Papier, umdie Feuchtigkeit, die aus den Eyern ausdünstet, an sichzu ziehen. Haumann halt es für besser, die Eyernicht aus fremden Landen, sondern aus dem eigenenLande, und so viel, als möglich, aus der Nahe zugestehen,weil sie auf längeren Reisen, wenn sie besonders nichtgut verpackt worden, leicht Schaden nehmen können.Der eben genannte Schriftsteller hält auch für die besteZeit, die Eyer kommen zu lassen, den Frühling, im Märzoder zu Anfange des Aprils; man muß sie dann an ei-nem kühlen, aber nicht dumpfen Orte aufbewahren. Obdie Eyer gut sind, soll man daraus gewahren, wenn sieein hellaschgraues, mie Purpurfarbe schattirtes Ausse-hen haben, im Wasser zu Boden sinken, unter dem Na-gel zerdrückt, krachen, und eine zähe, trübe Flüssigkeitvon sich geben. Diese hier angegebenen Kennzeichen,welche die Güte der Eyer bekunden, können aber nurtrügen; denn nach den meisten Schriftstellern über denSeidenbau, welche die Eigenschaften guter Eyer anfüh-ren, so auch nach alten Praktikern im Seidenbau, solles sehr schwierig seyn, die guten Eyer von denschlechten zu unterscheiden, und nur erst beim Aus-schlüpfen soll sich ihre Beschaffenheit zeigen; indessenkann man doch die oben angeführten Kennzeichenihrer Güte beim Ankauf beachten.

Die Vorbereitung der Eyer zur Brüt geschieht auffolgende Weise: Die gelöseten Eyer werden auf einemTeller, oder auf einem Schachteldeckel der. freien Luft