Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

ben. Man thut die Eyer in Beutelchen von etwasabgenutzter reiner Leinwand, oder von neuem baumwol-lenen Weißzeuge, ungefähr bis zu 2 Unzen in jedes,jedoch so, daß jedes Beutelchen nur etwa zum drittenTheile mit Eyern angefüllt ist, und trägt diese Beutel-chen am Tage unter den Armen, auf der Brust, oderwenn es Frauenspersonen sind, die sich mit diesem Ge-schäfte abgeben, in Taschen zwischen dem Ober- undUnterrocke bei sich; des Nachts legt man sie neben sichins Bett, oder auch wohl unter das Kopfkissen, bis dieEntwickelung der, Raupen in den Eyern so weit gedie-hen ist, daß sie anfangen auözukriechen. Die Personen,welche dieses Geschäft betreiben wollen, dürfen nicht zualt, von gesunder Leibesbeschaffenheit, und nicht zusehr zum Schweiß geneigt seyn; auch ist es nöthig dieEyersäckchen, besonders in den letzten Tagen, öftersaufzumachen, die Eyer umzurühren, und ihnen frischeLuft zu geben. Man muß sich auch hüten, daß mansie weder am Tage, noch des Nachts zu heiß werdenläßt, oder sie quetscht oder drückt. In den Sevennenbedient man sich einer Methode, bei welcher, wenn dieZeit des Ausbrütens naht, man die Eyer ebenfalls inkleinen Quantitäten zu einer bis zwei Unzen in kleineSäckchen oder Stückchen Linnen- oder Baumwollen-zeug thut, das man mit einer Schnur beutelförmig zu-sammen bindet. Diese Beutelchen werden nun inSBettstroh in eine Ecke gesteckt, wo sie acht bis vierzehnTage, je nachdem nun das Brüten mehr oder wenigerbeschleuniget werden soll, verbleiben; die Beutelchenmüssen jedoch währrnd der Zeit öfters hervorgeholt, dieEyer nachgesehen und gelüftet werden. Erscheint nundie Zeit, wo das Ausbrüten wirklich vor sich gehen soll,so nimmt man ein längliches Handkörbchen oder Bü-gelwännchen, über dessen Oeffnung, der Länge nach, einStab befestiget ist, und hängt die Eyerbeutelchen so anden Stasi, daß sie frei in dem Körbchen schweben, das

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