150 Seide und Seidenbau.
Gevierte hält, und 4 Fuß hoch ist, und welcher entwe-der aus Holz oder aus weißem Bleche gefertigt ist. Imersten Falle ist der Boden von gewöhnlichem Eisenbleche,und wie ein Schubkasten gestaltet, um eine Kohlenpfannehineinsehen zu können, welche eine kleine Oeffnung hat,um der Luft den Zutritt zu verschaffen, der Dampf aber,der im Innern des Kastens in die Höhe steigt, wird obenan der Maschine vermittelst einer kleinen Oeffnung oderEsse abgeführt. Andere auf der Seite angebrachte Oeff-nungen verstatten der äußeren Luft den Zutritt in denKasten; denn Stickhihe ist den Seidenraupen in allenPerioden ihres Lebens, und auch wenn sie sich noch inden Eyern befinden, höchst nachtheilig. Das Inneredes Kastens ist vermittelst quer durchlaufender Stäbein Stockwerke eingetheilt, auf welche man Pappkästchenmit den auszubrütenden Eyern seht. Die Eyer werdenetwa 2 Linien hoch gleichförmig auf dem Boden dieserPappkästchen ausgetheilt, und täglich einige Mal mit demBarte einer Feder umgewendet, damit sie alle gleichför-mig Luft und Wärme erhalten. An einer Seite im In-nern hängt man ein Thermometer auf, um die Wärmedarnach zu bestimmen, welche man nach und nach von14—22 höchstens 24GradReaumür erhöht; gewöhn-lich aber fangen die Raupen schon bei 18 —19 GradReaum. an auszuschlüpfen. Jnden Brutmaschinenvonweißem Bleche ist ein Doppelboden oder ein Behältnißmit Wasser angebracht, welches man vermittelst einerLampe erwärmt, gerade so, wie man sich der Lampenbedient, um Getränke während der Nacht warm zu er-halten. Ein Hahn dient dazu, um das Wasser, wenn eSzu heiß wird, zum Theil abzulassen. Die erstere Vorrich-tung scheint macherlei Vorzüge vor der letztem zu ha-ben; auch ist eine auö Holz verfertigte Maschine dauer-hafter und weniger kostspielig, als eine aus weißem Blech.
Nach dem Grafen Dandolo wird das Ausbrütenauf folgende Weise bewirkt: Man wähle ein kleines,