Seide und Seidenbau. 151
trocknts und Helles Zimmer, dessen Fenster mit Ladenversehen werden müssen, um die Sonne abzuhalten,wenn die Wärme im Freien den gehörigen Grad über-steigen sollte. In dem Zimmer muß ein Ofen stehen,dann mehrere Gerüste oder Tafeln, wie oben, S. 102,angeführt worden, um die Raupeneyer in Kästchen oderBrutschachteln auf solche zu stellen, so wie auch die ge-hörigen Zuglöcher, sowohl an dem Fußboden, wie ander Decke, um frische Luft einzulassen, und die Wärme,wenn sie so hoch steigen sollte, mäßigen zu können.Die Temperatur des Brutzimmerö sott in den beidenersten Tagen betragen .... 14 Grad Reaum.am 3ten Tage ...... 15 — —
— 4ten — ...... 16 — —
— 5ten — ...... 17 — —
— 6ten — ...... 13 — —
— 7ten —.19 — —
— 8ten —.20 — —
— 9ten —.21 — —
— lOten, Uten und 12ten Tage 22 — —
Man kann nun das Ausschlüpfen der Raupen, wenneinem die Fütterung fehlen sollte, dadurch zurückhalten,daß man die Wärme ein paar Tage lang nicht weitererhöht, rückt dagegen das Belauben der Bäume schnellvorwärts, so kann mau das Ausschlüpfen der Raupendadurch befördern, daß man die Temperatur in einemTage um 14 bis 2 Grad erhöht. Wenn die Tempe-ratur des Brutzimmerö 19 Grad erreicht, sehe man ei-nige kleine Becken mit frischem Wasser in dasselbe, umdie Trockenheit der Luft zu vermindern; denn eine zugroße Trockenheit der Luft verhindert das Ausschlüpfender Räupchen. Man rührt die Eyer täglich ein- biszweimal mit dem Rührspatel um, und thut dies auchwohl noch öfterer, wenn sich die Zeit des Auskriechensnaht. Die Raupen einer solchen Ausbeutung sollen einefeste und dauerhafte Gesundheit genießen, und nie eine