156 Seide und Seidenbau.'
rakur darf in dieser letzten Zeit des Brutgeschäfts nichtüber 22 Grad Reaum., aber auch nicht weniger als 18Grad haben. Sobald die Räupchen ihrer Hülle ent-schlüpfen, legt man auf die Bedeckung kleine frischeMaulbeerblätter, welche aus der Baumschule genommenwerden, am besten sind Maulbeerzweige, mit mehrerenBlättern versehen ; denn die auSgekrochenen Räupchen,welche sogleich ihre Nahrung suchen, schlüpfen durch dieBedeckung der Eyer hindurch und sammeln sich an die-sen Zweigen, welche man, sobald sich Raupen in hin-länglicher Menge angesetzt haben, mit dem Bruthäck-chen, oder auch nur durch Anstechen mit einer Nadelsanft abnimmt, und sie aufdas für die Raupen bestimmteLager bringt. Die abgenommenen Zweige werden so-gleich durch frische ersetzt, und diese abermals, wenn siegehörig von Raupen voll sind, an Ort und Stelle ge-bracht. Am besten verfährt man bei diesem Geschäft,wenn man die Brutschachtel auf eineTranSportkafel sehk,sie so an den Ort trägt, der zum Lager der Raupen be-stimmt ist, und dort erst die Zweige mit den Räupchenabnimmt. Die auSgekrochenen Räupchen bekommen Pa-papier zur Unterlage. Man legt sie gehörig weit voneinander, damit sie nicht bei ihrem schnellen Heranwach-fen zu dicht zu liegen kommen. Vier große Bogen Pa-pier von etwa 23 Zoll Längs und 21 Zoll Breite reichenzur Unterlage für die Raupen von einer Unze Eyernbis zur ersten Häutung hin. Diese Bogen werden abernicht gleich ganz belegt, sondern man bildet in ihrer Mittevon den auSgekrochenen Räupchen nur ein viereckigesLager 10 Zoll lang und 10 Zoll breit. Nachdem dieRäupchen auf das Papier gelegt worden, giebt man ih-nen einige zarte, ganz fein geschnittene Manlbeerblät-ter, welche man in die Zwischenräume zwischen den klei-nen Zweigen, in welchen die Raupen sitzen- gleichförmigstreut, damit sich die Raupen auf dem ganzen Lagergleichförmig vertheilen. Wo sich die Raupen an einer