Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. 157

Stelle zu starr anhäufen, werden auf dieselbe frischeMaulbeerblätter gelegt, und dann diese, wenn sie mitRäupchen besetzt sind, an solche Stellen gelegt, wo dieRaupen zu dünn liegen oder gar mangeln. Jeder neueRaupentransport auf einen Bogen, auf welchem schonandere sind, erhält frisches Futter; den erster» reicht manaber nicht eher Futter, als bis der Bogen voll ist. NachHaumann soll es gut seyn, auf jeden Bogen die Stundezu schreiben, wo man denselben zu belegen anfing, unddann diejenige, wo man mit dem Belegen fertig wurde.Das Ausschlüpfen der Räupchen geschieht nur nach undnach, und daher läßt sich die Beendigung des ganzenProzesses nicht genau angeben. Die längste Zeit sindvier Tage. Die meisten Räupchen kriechen gewöhnlichdes Morgens vom Aufgang der Sonne an bis gegenMittag aus. Man muß daher auch des Vormittagsdie Brutschachteln öfterer und wenigstens drei- bis vier-mal untersuchen, und die ausge^rochenen Räupchen anOrt und Stelle bringen. Zur Erleichterung der Pflegeund Wartung der Räupchen ist eS besser dahin zu sehen,daß in der ganzen Rauperei solche, wo möglich, vongleicher Größe sind, zu gleicher Zeit in den Häutungs-schlaf eintreten, zu gleicher Zeit wieder erwachen, sich zugleicher Zeit einspinnen und sich zu gleicher Zeit ver-puppen. Damit nun dieses geschehe, so muß man gleichbeim Auökriechen der Räupchen darauf hinwirken, wel-ches nun sowohl durch Wärme, als durch Futter ge-schieht. Man muß daher die Raupen an einen kühlerenOrt im Zimmer bringen, und ihnen wenig Futter reichen.Die zuletzt auskriechenden bringt man ihnen nach, wennMan denselben reichliches Futter, und ihnen auch denwärmsten Platz giebt. Die Eintheilung kann demnachauf einem Gerüste oder Gestelle auf folgende Weise ge-schehen. Man setzt die zuerst auögekrochenen Raupenganz unten auf die Gestelle, wo die Luft am kühlsten ist,und giebt ihnen täglich nur zweimal Futter; die darauf