Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. 169

die letzteren in einen Korb gethan, die gereinigten Pa-pierbogen wieder auf die Tafeln gelegt, und die Rau-pen wieder darauf gethan. Während dieses Geschäfts,welches so schnell, als möglich, -zu verrichten ist, machtman in den Kaminen Lohfeuer, öffnet nach der Witte-rung die Zuglöcher, Fenster und Thüren, und wendetdie Luftreinigungöflasche an. Am sechsten Tageist der Bedarf an Blättern 223 Pfund, die in vierMahlzeiten gereicht werden, von welchen die letzte diestärkste seyn muß. Wenn die Blätter in einerStunde ganz aufgezehrt worden, werden einige Zwi-schenmahlzeiten gereicht. Am siebenten Tage istder Bedarf an Blättern 240^ Pfund. . Die ersteMahlzeit muß die stärkste seyn, und die ändern müs-sen nach und nach abnehmen. Auch hier giebt manwenn es nöthig ist, Zwischenmahlzeiten. Am ach-ten Tage braucht man ungefähr 150 Pfd. Blätterin vier Mahlzeiten, von denen die erste die reichlichste,nämlich 47 Pfund stark ist; die letzte ist dagegen diekleinste. Es werden auch hier, sobald eö Nöthig ist,Zwischenmahlzeiten gereicht. In den letzten Tagendieses Alters soll man darauf denken, den Raupendie besten Blätter, vorzugsweise von alten Bäumen ge-pflückt, zu geben. An diesem Tage muß man auch dieLagerstätten nochmals reinigen, wobei die Lohfeuer und,Luftreinigungen noch nöthiger, als vorher sind. Amneunten Tage ist der Bedarf an Blättern ungefähr120^ Pfund, welche nach dem Bedürfniß vertheiltwerden. Die Raupen nähren sich nun ihrer Reise.Man hat nun Alles anzuwenden, um sie zu erhalten,daher muß man Lohfeuer in den Kaminen anmachenund des Morgens und des Abends die Luftreiniguygs-flasche im ganzen Gemach umhertragen. Während desFeuers in dem Kamine, muß mau die Feuster und Thü-ren öffnen, damit sich die Luft vollkommen erneuere.Sollte zu kalte Luft eindringen und die Raupen etwas