Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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176 Seide und Seidenbau.

unter der obern Tafel einen Busch bilden. Wenn dieHecken und Büsche beinahe ganz voll Raupen sind,werden andere Büsche zwischen die Büsche in die Mittegestellt, so auch hinter die gebildete Hecke und zwischendie Mittelbüsche, und den vorder« Rand der Tafeln,welche sich oben wölben, kleine Alleen bilden, die hinkendurch die Hecken verschlossen sind, und so die oben be-schriebene Hütten oder Lauben bilden, die Fig. 8641zeigt. Hierbei muß man nun besonders darauf sehen,daß die Hütten nicht zu dicht gemacht werden, damit dieLuft gehörig durchstreichen kann, und die Raupen nichtam Spinnen gehindert werden. Man möchte hier dieoben angeführten Kisten Mit den ausgespannten Nehen,als eine anlockendere und bequemere Spinngelegenheitwohl empfehlen, weil hier die sich bildenden Rauten oderRhomben des Netzes, und dann das Dunkel, welchesder Kasten im Innern verbreitet, den Raupen beimEinspinnen sehr angenehm ist. Man habe beim Auf-steigen der Raupen, besonders auf sie Acht, damit mauihnen zu ihrem Zwecke hülfreiche Hand leisten, und die-jenigen, welche aufsteigen wollen, den Büschen näherbringen, diejenigen, welche rückwärts gehen, auf denrichtigen Weg zurückführen, und denen, die noch Freß-lust zeigen, die besten Blätter vorlegen kann.In großen Seidenraupereyen, wo 6 bis 8 Loth Eyerausgelegt werden, muß man wenigstens 40 bis 50Spinnhütten vorräthig haben, und wenn dieses nichtder Fall wäre, so müssen dazu gleich, nachdem sich die er-sten Spinner zeigen, Anstalten getroffen werden. ZweiPersonen, welche die spinnreifen Raupen genau kennen,müssen solche, nachdem die Hütten eingerichtet worden,schnell aussuchen, und in die Hütten bringen. Am be-sten ist es, im Seidenbauzimmer zwei Anstalten einzu-richten; die eine, wo gefütteet wird, und die andere, wospinnreife Raupen abgelesen werden. Sobald mandes Morgens in die Seidenrauperey tritt, nehme mau