Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

zuerst die Rahme an das Fenster, worauf die Spinnersich befinden ( und nimmt solche behutsam mit der rech.ten Hand vom Rahmen, ohne Futter mit zu fassen,oder daß sie Futter mit den Füssen mit aufziehen, undlegt sie in die linke. Hat man nun eine Handvoll, solegt man dieselben auf eine kleine stäche Schüssel oderauf einen großen dazu bestimmten Teller, ist das Ge-fäß voll, so werden die Raupen in die Hütten getragen,und in jeder Hütte 40 bis 50 Raupen gleichmäßig vonder Wand her bis vorn gelegt. Die Hütten werdentäglich drei- bis viermal beschüttet; geschieht es öfter,und werden zu viel Raupen auf einmal in die Hüttengelegt, so kriechen sie zusammen, und spinnen doppelt,welches ein großer Verlust ist; dieserhalb ist es nöthig,viele Hütten in Bereitschaft zu halten. Zwei Perso-nen können so viel Spinner ablesen, daß einer völlig zuthun hat, um die abgelesenen in die Hütte zu bringen.Wenn die Hälfte der Raupen von dem Rahmen abge-lesen, und in die Hütten gebracht worden, können einigeRahmen zusammen auf einen gebracht werden, damitman wieder Platz gewinnt, um noch Hütten zu bauen,oder die letzten Raupen mehr auszubreiten. Wennviele Spinner, aber nicht Hütten genug vorhandensind, so kann mau die übrigen Raupen so lange kühlstellen, bis neue Hütten aufgestellt worden. Vierund-zwanzig bis dreißig Stunden nach dem ersten Aufstei-gen der Raupen, wenn nämlich vier Fünftheile derselbenoder noch mehr schon aufgestiegen, werden die wider-spenstigen und faulen an einen trocknen, luftigen Ortgebracht, dessen Temperatur wenigstens 18 Grad Reau-mür betragt, und thue sie auf ein mit Papier belegtesund mit Hütten versehenes Lager. Man kann hier zurZeit auch eine Schachtel, mit Hobelspänen gefüllt, stel-len, und die Herabgefallenen Raupen mit etwas Blät-tern hinein legen, worin sie dann zwischen denHobelspä»um ihr Gewebe vollenden können.

Ge«. tech. Em. Theil OL.II.

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