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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. 185

die Backöfen der Bäcker in.den Städten. Sobald daherdaSBrod aus denselben genommen und er vondenKoh-len und der Asche gereiniget worden, so werden die Zug-löcher und das Ofenloch geöffnet, damit er sich abkühlt.Nach Verlauf von ungefähr zwei Stunden werden dieCocons eine Hand hoch auf Rahmen gelegt, und in denOfen geschoben, bis derselbe voll ist; dann werden dieZuglöcher und das Ofenloch zugemacht/ und nach zweioder drei Stunden werden sie aus dem Ofen genommen,gleich auf dem Boden im Hause auf einen Haufen ge-schüttet, zugedeckt, so daß sie eine oder zwei Stundenschwitzen, wieder auf Rahmen gebracht, und etwa vierFinger hoch an einen Ort gestellt, wo Zugluft ist, umsie auszutrocknen. Wenn auf dem Lande keine geheißtenBacköfen vorhanden sind, so wird einer mit Strauchwerkgeheitzt, und zwar so heiß, wie er zum Pflaumenbackengebraucht wird- das ist 50 bis 60 Grad. Die Kohlenmüssen überall liegen bleiben, damit der Herd gleich-mäßig Lurchheitzt wird. Wenn die Kohlen ausgebranntsind, werden sie mit der Asche rein ausgefegt. Wenndie Hitze etwa gefallen ist, so daß man ein Weilchen gutdarin aushalten kann, so werden die Rahmen mit denCocons hineingeschoben, der Ofen zugemacht, und wieeben angeführt worden, verfahren.

Das Todten der Puppen vermittelst der Wasser-dämpfe kann auf verschiedene Weise verrichtet werden.Die einfachste Art ist einen Waschkessel bis zum drittenTheile seiner Höhe mit Wasser zu füllen, einen hölzernenRost über denselben zu legen, und auf diesen eine lockergeflochtene Wanne, oder ein Sieb zu setzen, welche Be-hältnisse man mit Cocons anfüllt und dann den Kesselmit den darüber stehenden Cocons mit Säcken oder mitzusammengelegten Decken überdeckt, damit kein Dampfentweichen kann. Das Wasser muß stets in gelindemKochen erhalten werden; und trägt man Sorge, dieDämpfe gehörig zusammenzuhalten, so sind die Puppen