Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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186 Seide und Seidenbau.

während einer Viertelstunde getödtet. Herr v. Hazziräch diese Methode als die passendste für Deutschlandan. In den Sevennen hak man eine eigene Vorrich-tung zu diesem Behufe. Ueber einer viereckigen, in ei-nem Herde eingemauerten Pfanne wird ein Aufsah vonZiegelsteinen errichte^, in welchem oben ein hölzerner,rundherum wohlverwahrter, und oben gut verdeckelterRahmen fest eingemauert ist. Auf der einen Seite be-findet sich eine etwa 8 Zoll hohe Oeffnung, in welcheman, wie bei einem Kastenschrank oder einemWelkofen,ein mit Gitteeboden versehenes Schubfach einschiebenkann. Sobald nun das Wasser in der Pfanne kocht,so füllt man das Schubfach mit Cocons an und schiebte.s ein. Man hak zu diesem Behufe mehrere Schub-kasten, um immer einen neuen bei der Hand zu haben,und, mit frischen Cocons gefüllt, einschieben zu können.Folgender Vorschlag, die Puppen mit Wasserdämpfenzu tödten, scheint noch einfacher und weniger kostspieligzu seyn. Mit einem luftdicht verdeckelten Dampftopfoder kleinen Dampfkessel verbinde man vermittelst einesLeitrohrs ein verhältnißmäßiges, oben mit einem Falz-deckel wohl verwahrtes Faß. Mitten am Deckel ist in-wendig ein Haken, an welchen man einen mit Coconsangefüllten Filetsack hängt, der von schwachem Bindfa-den verfertiget und so eingerichtet werden nmß, daß erweder den Boden, noch die Seiten des Fasses berührt.Der Dampf wirb auf der einen Seite 4 bis 6 Zoll hochüber den Boden ins Faß hinein geleitet, und auf derandern Seite befindet sich hart am Boden eine etwa1 Zoll im Durchmesser haltende Oeffnung mit einemRöhrchen, um das sich niederschlagende Wasser abzulei-ten. Sobald aus diesem Röhrchen die Dämpfe wiederherauskommen, ist solches ein Zeichen, daß das Faß unddie in demselben befindlichen Cocons gehörig von denDämpfen durchdrungen sind. Man öffnet also denDeckel, nimmt den Sack mit den Cocons heraus, und