Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. IN

von der ersten Staffel abzunehmen, und sie an eineandere zu setzen, damit sie daselbst das Legen vollenden.Wenn man keine Legestaffeln haben sollte, so kann mandie Eyer der Schmetterlinge auf ein Stück alten, abge-tragenen Flanell oder auf anderes abgenutztes Wollen-zeug, aufPapier rc. legen lassen. Man sammelt sie nachBeendigung des Legens, und thut sie zu den Körnereyern.Die schwefelgelbe Farbe der Eyer wird acht bis zehnTage nach dem Legen dunkler, und verwandelt sich ineine röthlichgraue, die darauf in's Bräunliche spiest, unddann in's Schiefergraue oder sehr lebhafte Aschgraueüber geht. In vierzehn bis zwanzig Tagen müssen guteEyer diesen Farbenwechsel durchlaufen, bleiben sie gelboder röthlich, so sind sie nichtgehörig befruchtet und tau-gen zur Nachzucht nichts.

Vom Aufbewahren und Versenden derRaupeneyer. Die von dem Weibchen gelegte undzur Nachzucht bestimmte Eyer muß man bis zum Früh-jahr auf den Papierbögen oder der Leinwand, woraufsie gelegt worden, an einem kühlen Orte verwahren, ambesten in einer nördlich gelegenen, ungeheizten Kammer,deren Temperatur sich im Sommer nicht über 8 bis 10Grad erhebt, weil bei einer höheren Temperatur, dieRäupchen noch den halben Sommer ausschlüpfen wür-den. Besonders schütze man sie aber vor der Feuchtig-keit, weil sie durch solche sehr leiden, und wenn auchnicht immer ganz untauglich werden, doch stets einekränkliche und schwache Brüt liefern. Man kann sieauch einhüllen und in ein Filetnetz stecken, welches manan der Decke eines Gewölbes, eines luftigen Kellersaufhängt. Auch zwischen Löschpapier oder in kleinenGläsern, dieaber nicht mit Stöpseln verschlossen werdendürfen, lassen sich die Eyer aufbewahren. In der Pro-vence thut man die von der Leinwand abgelöseten Eyerhäufig auf einen zinnernen Teller, deckt einen andernpassenden, jedoch nicht genau schließenden Teller von