Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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192 Seide und Seidenbau.

derselben Größe darüber,, und stellt sie an einen kühlen,aber nicht feuchten Ort. Im Winter müssen sie stetseine solche Temperatur haben, daß das Thermometernie unter 0 hinabsteigt. Man hat Versuche mit Rau-peneyern in Frankreich gemacht, und sie einer Tempera-tur von 10 Grad ausgesetzt, und sie haben noch muntereund gesunde Raupchen geliefert, die man gefrorneEyer,oi-ninss A6l«68, nennt. Man erkennt diese Eyer daran,daß sie, ins Wasser geworfen, eine große Farbenschat-tirung zeigen, während die andern ihre Farbe gleichför-mig behalten. Der Unterschied dieser Eyer von denübrigen besteht darin, daß die Raupen erst sehr spät er-schienen, und daß sie nicht rasch und in wenigen Tagen,sondern nur nach und nach und in großen Zwischenräu-men ausschlüpfen. — Das Versenden der Eyer ge-schieht auf vielfache Weise. Man zerschneidet die Pa-pierbögen oder die Leinwand, worauf die Eyer gelegtworden, mit einer Scheere auseinander, macht über diesezerschnittene Bögen ein Couvert, und verschickt sie somit der gewöhnlichen Briefpost. Um das Reiben derEyer zu verhindern, kann man ein Stück zusammenge-legtes Mousselin über die Eyer decken. Man hat aufdiese Weise Eyer über das Meer verschickt, z. B- vonFrankreich nach derJnftl Bourbon. Die abgelösetenEyerkann man wie die Pflanzensämereyen verschicken, näm-lich in Papiertäschchen, die man zuvor mit einer feinenNadel überall durchsticht, und solche dann couvertirt.Oder man thut sie in ein Schächtelchen und schlägtdiesein loses Wachstuch. Man kann sie auch in ausgehöhl-tes Rohr füllen und beide Enden mit etwas lockererLeinwand zubinden. Die Italiener stecken die oft ausden Eyern unter Wegs ausgeschlüpften Raupchen, wennsie ankommen, in einen leinenen Sack und bedecken den-selben von aussen oben und unten stark mit Mehl. DieRäupchen erhalten sich auf diese Weise mehrere Tageohne Nahrung, bis man dann Blätter bekommt. Bei