SOI
Seide und Seidenbau.
diese Krankheit an der rökhlichen Farbe der Seidenrau-pen und an dem. Mangel an Freßlust; sie verlassen ihrLager und kriechen matt und abgezehrt auf dem Randeumher, bis sie endlich sterben. Wie schon oben be-merkt worden, kommt diese Krankheit gleich nach derersten Häutung zum Vorschein, dauert in allen Lebens-abschnitten forc, und soll von der dritten Häutung anoft große Verherungen unter den Raupen anrichtenund ganze Raupenanstalten zerstören. Diese Krank-heit soll sich besonders dann in ihrer furchtbarsten Ge-stalt zeigen, wenn die Raupen nicht zugleicher Zeit aus-schlüpfen, und nicht gleichförmig wachsen, so daß im-mer eine Menge kleiner Raupchen sich unter den größe-ren befinden. Gewöhnlich achten viele Seidsnbauernicht gleich auf diese Krankheit in der ersten Periode,oder wenn sie auch solche bemerken, so glauben sie, daßsie vorübergehend ist; allein sie werden bald nachherihren Irrthum inne, und genöthigek, besondcS, wennder Grad der Krankheit hoch ist, die Raupen wegzu-werfen und andere Eyer aus- ober anzulegen. DieFranzösischen Seidenbauer nennen die Mischung vonkleinen und großen Raupen nach dem Ausschlüpfen ausden Eyern, welche die Anlage zur Auszehrung zeigen,verbrannte Raupen, (los vers lwulos. Das Ein-zige, was man beim Beginnen dieser Krankheit thunkann, ist, daß man die im Wachkhume zurückbleibendenRaupen auSliest, sie auf ein besonderes Lager bringt,und sie mit zarten, saftigen Blattern wieder herzustel-len sucht, welches dann und wann gelingt; aber, wieschon gesagt, es muß gleich anfangs geschehen, sonsthilft dieses Mittel nichts; Bei den Versuchen, welcheHaumann in>der<L>eidenraupenzuchtgemacht hat, hater diese Krankheit vorzüglich an den mit Hartriegel undUlmen gefütterten Raupen beobachtet.
Die Gelbsucht, Fr. 1a llauuisse, auch weißeSucht, Geschwulst genannt. Diese Krankheit