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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. 205

Krankheit besonders bei den mit Scorzonere gefütterteRaupen, woraus derselbe schließt, daß eine zu saftigeNahrung diese Krankheit vorzüglich hervorzubringenim Stande ist.

Die S t arrsuch t,,Skeifh ei t, Fr. lobkiEorcüna,entsteht bei den Seidenraupen gewöhnlich in der letztenLebensperiode, oft während des Einspinnens, auch wohlwenn sie den Cocon schon vollendet und sich in Puppenverwandelt haben. Die gesponnene Seide von solchenRaupen braucht man aber dieserhalb nicht wegzuwer-fen, wie diejenige der Raupen, welche an der Gelbsuchtleiden; sie läßt sich eben so gut abhaspeln, wie die Seidevon gesunden Raupen. Die Kennzeichen dieser Krank-heit sind folgende: Die Raupe hört auf zu fressen undihre sonstige Thätigkeit fortzusetzen; auf ihre Haut zei-gen sich schwarze oder schwärzliche kleine Flecken, sie er-starrt und stirbt. Nach dem Tode bedeckt sich der Kör-per mit einem silberweißen Schimmel, trocknet bald'auSund wird hart. Anfangs zeigt er sich beim Zerbrechenröthlich im Innern, dann aber wird er weiß. ImGanzen soll er das Ansehen haben von der verdorbenenund ausgetrockneten Bienenbrut. Auch diese Krank-heit entsteht wahrscheinlich von verdorbener, stickigerLuft, weil man sie nur in heißen Tagen entstehen sieht;allein auch verdorbenes Futter, besonders rostiges undbestaubtes, soll dazu Veranlassung geben; so wie dasAnhäufen des Unrathes, wenn man es nicht nach derOrdnung fortschafft, sondern so lange liegen läßt, daßes sich zu erhitzen und zu brennen anfängt. Man hatlange gezweifelt, ob diese Krankheit ansteckend sei;allein die Erfahrung hat bewiesen, daß Raupen, welchevollkommen gesund waren, und die mit denjenigen, welchean der Starrsucht litten,, vermischt wurden, dieselbeKrankheit erhielten; die Furcht aber, daß sie durch Eyer,ja sogar durch Geräthschaften und durch Kleidungsstückeder Menschen, die in den Seidenraupereien beschäftiget