Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

Krankheit vongehemmterVerdauungskraft und Schlaff-heit des Darmkanals herrührt, und die Ursachen nassesFutter, eine verdorbene Luft, oder überhaupt eine zudrückende Zimmertemperatur sind. Auch bei dieser Krank-heit muß man die kranken Raupen von den gesundenentfernen, und letztere eine gehörige Pflege angedeihenlassen, um sie vor dieser Krankheit zu bewahren. BeiHaumanns Versuche die Raupen mit verschiedenenSurrogaten zu füttern, fand er diese Krankheit beson-ders bei den Raupen, die mit Bocksbart gefüttert wur-den, aber auch bei den mit Salat, Scorzonere und Sau-distel gefütterten hat er sie gefunden.

Die Durchsichtigkeit. Man bemerkt dieseKrank-heit fast in jedem Alter, besonders zeigt sie sich aber nachder vierten Häutung. Die Raupen werden an der vor-der» Hälfte ganz durchsichtig, welches daher rührt, daßihr Darmkanal mit einer schleimigen, sehr durchsichtigenMaterie, oder einer Art verdo'rbenen Wassers angefülltist. Diese Krankheit wird daher auch bisweilen dieWassersucht genannt. Die an derselben leidenden Rau-pen nennt man durchsichtige, ckes vev8 olaii-8. Sie hö-ren nach und nach auf zu fressen, geben von Zeit zu ZeitTropfen eines gelben Saftes von sich, schrumpfen zu-sammen und sterben, ohne zu spinnen. Der todte Kör-per geht bald in Fäulniß über. Ein durch unrichtigesFutter erzeugter Verdauungsfehler soll die Hauptursachedieser Krankheit seyn; auch hat man die Bemerkung ge-macht, daß sie vorzüglich dann entstand, wenn die Rau-pen einige TageHunger leidenmußten. Man heilt dieseKrankheit gewöhnlich dadurch, wenn man den an dieserKrankheit leidenden Raupen recht frische, gesunde undgrobe Blätter giebt; die Krankheit muß aber noch keinegroße Fortschritte gemacht, und die Raupen noch nichtdie Freßlust verlören haben. Bei Haumanns Sur-rogatfütterung bekamen nur einige wenige Raupen