Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

Zimmer fanden. Aufdiese Weise entdeckt man die Löcher,Klüfte rc., aus welchen sie hervorkommen, und diese ver-streiche man nun sorgfältig mit Lehm oder Kalk. Wennman sie aber einzeln tödtet, so ist es oft sehr schwer ihre'Zugänge zu finden, und sie rücken dann, ehe man es ver-muthet, in ganzen Schaaren aus. Wenn man sie nunaus diese Weise zurückgewiesen hat, sind sie darum nichtganz verbannt, und man muß um so mehr eine sorgfäl-tige Aufsicht führen, weil sie sich gern weiter, entwederan derselben Stelle öder auch an einem andern Orteneue Zugänge eröffnen. Kommen die Ameisen durchdie Fenster, Zuglöcher, oder auf sonst einem Wege in'SZimmer, wo man nicht im Stande ist, durch einen en-gen Verschluß sie abzuhalten, so muß man sie zu vergiß-ten suchen, und dieses geschieht am unschädlichsten fürMenschen und andere Thiere dadurch, daß man Potaschein Wasser auflöset, diese Auflösung mit Honig oderZuk-ker zu gleichen Theilen vermischt, und auf flachen Tellernoder Scherben in die Nähe des Ortes stellt, wo dieAmeisen ihren Eingang in'S Zimmer haben. DiesesMittel tödtet nicht bloß diejenigen, die auf der Stelledavon fressen, sondern da sie davon auch mit fort inihreWohnung tragen, in Kurzem ihre ganze Kolonie. Manmuß aber, um den Ameisen den Zugang und das Auf-zehren zu erleichtern, diese Mischung nur schwach undbis an den Rand der Teller, oder Scherben auftragen,auch wohl vom Rande nach dem Orte hin, wo sie herum-laufen, ein wenig von der Mischung streichen, damiksie dadurch zu dem Gifte hingeleitek werden.

Unter den Würmern haben die Seidenraupen nurden Eingeweidenwurm oder Raupenfadenwurm,kilarla Lrucaruiu, zum Feind. Er ist dünn, wie einganz feiner Faden, wird aber oft 8 bis 9 Zoll lang undfüllt in vielfachen Windungen und Verschlingungen dieganze Leibeshöhle der Raupen aus. Raupen, in de-