Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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216 Seide und Seidenbau.

dem Messer so weit nach dem eben erwähnten Ende ab-geschnitzt, daß man an diese Spitze ein Stückchen ge-bratenen Speck, Brod ac. stecken oder befestigen kann.Man stellt nun das Hölzchen so unter den Teller, daßdas mit der Lockspeise bedeckte Ende, die Spitze, unterden Teller bis beinahe zur Mitte desselben kömmt, undauf das andere 2 Zoll hohe Ende kommt der Teller zuliegen, so daß dieser, wenn die Maus darunter nach derLockspeise geht und solche abzuziehen sucht, indem dasHölzchen umfällt die Maus gefangen nimmt. — Um sienun zu tödten, darf man nur einige Schwefelnden odereinige Faden gezogenen Schwefel anstecken, und ihnunter den Teller schieben, so wird die Maus darunterersticken. Auf diese Weise kann man in kurzer Zeitalle Mäuse im Zimmer wegfangen. Bei den Fallenist das Unangenehme, daß die Mäuse vor Angst ihrenKoch und Urin in denselben lassen; wird nun die Fallenicht mit heißem Wasser gereiniget, so halt der Geruchdie andern Mäuse zurück hinein zugehen; es ist ihnengleichsam das Kennzeichen, daß eine von ihnen gefan-gen worden. Dieses hat man nun mit dem Teller nichtzu befürchten, weil man zum Aufstellen desselben immerwieder eine andere Stelle wählen kann. Mehrere an-dere Mittel um diese Feinde der Seidenraupen zu ver-treiben, s. unter Maus, Th. 86, S. 33. Außer denMäusen stellen auch die Ratten und Wiesel den Sei-denraupen nach; auch sollen viele Katzen und Hunde sieals Leckerbissen begierig aufsuchen und verzehren; daherman diese Thiere gleichfalls nicht in das Raupenzimmerlassen muß. Haumann erzählt von einem Franzosenaus dem südlichen Frankreich gehört zu haben, daß da-selbst ein Seidenbauen, der sich genöthiget sah einenTheil seiner Raupen in einer Scheuer oder in einemSchoppen am Erdboden auf Brettern und Hürden un-terzubringen, durch Zufall ein Schwein, daß zu diesenRaupen gerathen sei, sie ihm alle mit Rumpf und