Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

bis 2500 Cocons auf 1 Pfd. Seide. Die Seidenbauerin der Provinz Brandenburg nehmen dasselbe Verhält-niß an, und rechnen, daß durch das hier einzig üblicheBacken der Cocons wenigstens ^ des Gewichtes, alsoauf 10 Pfd. wenigstens 2 Pfd. verloren gehen, daßfolglich 8 Pfd. gebackene Cocons 1 Pfd. Seide geben.Bei dem Versuche, den Hr .v. Türk im Jahre 1827in Potsdam anstellte, wurden zu einem Pfunde Seide.von den Cocons erfordert:

s) von Grains aus der Gegend von Potsdam 14-sPfd.k) von Grains aus Frankreich .... 13 Pfd.

e) von Grains aus der Lombardey . . . 10 Pfd.

Die LeHtern hatten daher den größten Seidengehalt.Bei einem in der Gegend von MoulinS in Frankreichangestellten Versuche gaben 7 Pfd. gebackne Cocons1 Pfd. Seide. Bei einem stärkeren Backen der Co-cons wird mehr am Gewichte verloren; dann giebt eingeringeres Gewicht dasselbe Quantum von Seide, wieein größeres von den weniger scharf gebackenen Cocons.Müssen die Cocons vor dem Abhaspeln lange liegen, soverlieren sie noch mehr am Gewichte, und solches sehrbedeutend, so daß z. B. ein Quantum von 60 Pfd.gebacknen Cocons, das der oben angeführte Schriftstel-ler gekauft harte, in 6 Wochen auf 25 Pfd. eingetrock-net war.

Der ungefähre Werth der Cocons ist nach Herrnvon Türk folgender. Angenommen, daß 10 Pfd. fri-sche Cocons 1 Pfd. Seide geben, und daß diese 10 Pfd.durch das Backen bis auf 8 Pfd> eintrocknen, so geben8 Pfo. gebackne Cocons 1 Pfd. Seide. Das Pfd.Seide nur zu 5 Thlr. 20 Sgr. angeschlagen, welchessie werth ist, wenn sie gehaspelt worden, von diesemPreise nur noch das Haspellohn, welches auf 1 Pfo-auf20Sgr. gerechnet werden kann, so bleiben 5 Rthlr.für den Werth der Cocons. Da nun 8 Pfd. gebackneCocons 5 Rthlr. werth sind, so wäre folglich 1 Pfd.