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Seide und Seidenbau.
derselben iden achten Theil von 5 Rthlr. oder 18 Sgr.
9 Pf. werth. Sind sie stärker gebacken, so wären sieeigentlich verhältnißmäßiger mehr werth; das Haspelnist aber dann schwieriger, und so kommt der größereSeidengehalt nicht in Anschlag. Alles was hier ange.führt worden, bezieht sich nur auf die einfachen Cocons;denn die doppelten sind nicht halb so viel werth, ja un.gesähr nur ^ so viel werth, als die einfachen. Dieschmutzigen, befleckten, angefaulten oder im Ofen ver-sengten Cocons haben gar keinen Werth, und müssen da-her ausgesucht und von den guten abgesondert werden, !ehe man Letztere verkauft. Von der oben angeführten ^Seide, wovon 14^ Pfd. frische Cocons nur 1 Pfund !Seide geben, sind 11^ Pfund gebackene zu einem Pfde.Seide erforderlich, man würde daher nur 13 Sgr. fürdas Pfund geben dürfen. Da nun das AussuchenderCocons von den Verkäufern oft gar nicht oder nichtgehörig geschieht, so kann der Käufer, um sicher zu ge-hen, und nicht Schaden zu leiden, keinen so hohenPreis für die Cocons bezahlen. Der in der MarkBrandenburg gewöhnliche Preis für das Pfd. ist daherzwischen 10 und 15 Silbergroschen. In Maylandsoll man für das Mayländer Pfund zwischen 63 und 708olcI1 correuw bezahlen, welches nach unserem Geldebeträgt, da das Pfund 28 Unzen hat, auf unser Pfund8 bis 10 Silbergroschen.. Man kaust sie unauSgesucht,die doppelten mit den einfachen vermischt.
Das Haspeln der Seide ist nach der Seidenrau-penzucht das wichtigste Geschäft, weil davon die Be-schaffenheit und Brauchbarkeit der rohen Seide ab-hängt, und dann die'Güte der aus denselben verfertig-ten Waaren. Das schlechte Haspeln der Seide ist auchwohl Schuld daran gewesen, baß der Seidenbau früherin Deutschland nicht hat gelingen wollen; denn derSeidenfabrikant kann schlecht gehaspelte Seide nicht ge-brauchen, und sah sich daher genöthiget seine Seide zur