Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

gelieferte Seide hat vollkommenen Beifall erhalten, undist solche nach allen Prüfungen der Jtalienifchen gleichgefunden und gesetzt worden. Da nun seine Anstalterst im Beginnen ist, so läßt sich, bei einiger Unterstüz-zung von Seiten der Regierung, sehr viel bei der Ver-breitung seines Haspels, und bei einer praktischen An-weisung die Seide von den Cocons nach seinen Regelnabzuhaspeln, erwarten. Bis jetzt fehlt es noch immer anAnstalten dieser Art, in welche die Seidenzüchter ihre ge-wonnenen Cocons liefern können, um daselbst regelmäßigabgehaspelt zu werden. Auch könnten in einer solchenAnstalt die Seidenzüchter sich selbst die Kenntniß vondiesem wichtigen Zweige des Seidenbaues praktisch er-werben. Herr Ernst ist auch sehr gern erbötig, gegenmäßige Diäten an andern Orten dergleichen Haspelan-stalten einzurichten, und den Unterricht auf seinem Ha-spel praktisch zu lehren, wie solches auch schon, auf Ver-anlassung der Königl. Regierung zu Frankfurt an derOder, in Frankfurt und in Neuzelle bei Frankfurt a. O.in dem Schullehrerseminar daselbst geschehen ist, wosein Haspel eingeführt, und auch von ihm der Unterrichtim Haspeln praktisch ertheilt worden, worüber dieschmeichelhaftesten Atteste von dem Landrathe des Krei-ses, Herrn von Hagen, und von dem Director desSchullehrerseminars Hrn. Schulz sprechen. Auf dervon ihm erfundenen Moulinier-Maschine kann Tram-,Organsin-, Stick-, Strick-, Hackel- und Tambourirseideverfertiget werden.

Obgleich das oben beschriebene Haspeln der Seide inItalien und Deutschland noch bis jetzt das gebräuch-lichste ist, so hat es doch auch manche Nachtheile, welchesind: 1) daß die Hasplerin im Sommer gerade in denMonaten, wo die Hitze am größten ist, ganz nahe amheißen Ofen sitzen muß; — 2) daß das Sitzen selbstnur in einer gezwungenen, schrägen Stellung geschieht;— 3) daß sie die Finger stets in heißem Wasser bei