Seide und Seidenbau. S39
seßt werden, das pou einem Manne gedrehet wird, vonwelcher Maschine sich in den Verhandlungen desGewerbe-Vereins für Preußen vom Jahre1828 eine ausführliche Beschreibung mit den dazu ge-hörigen Abbildungen sinket. Auch diese Maschine istnur für eine größere Haspel-Anstalt anwendbar«
Der Maschinenbauer Herr Quewa in Berlin hatauch einen sehr zweckmäßig eingerichteten Haspel erbauet,der 80 Rthlr. kostet, und wobei das Haspeln gleichfallsaus heißem Wasser geschieht. Von diesem eben er-wähnten Maschinenbauer hat sich der Herr RegieruttgS-rath von Türk in seiner Haspel-Anstalt zu Klein-Gli-nicke eine Maschine bauen lassen, wo ein Schwungradvon 6 Fuß im Durchmesser^ das durch einen Mann ge-drehet wird, acht Haspel zugleich in Bewegung seßt.Dabei hat Herr Quewa eine seht sinnreiche Vorrich-tung bei derselben angebracht, vermöge welcher an dieeine Wand des Haspelzimmers ein großer Kessel ge-setzt worden, in welchem das Wasser vermittelst einesTorffeuers stets im Kochen erhalten wird. In diesemKessel befindet sich ein kleines kupfernes Becken mitdurchlöchertem Boden, in welchem die zum Abhaspelnbestimmten Cocons von zwei Personen mit Ruthen be-handelt werden, um die Anfänge der Fäden zu lösen undzu finden, und dann die einzelnen Haspel-Becken damitzu versorgen. Aus dem großen Kessel läuft eine kup-ferne Röhre herab unter den mit Steinen gefiastektenFußboden, die durch acht kleinere Seitenröhren jedemder acht Haspelbecken durch ein, an deren Boden ange-brachtes Loch warmes Wasser zuführt. Ein Hahn ver-schließt diese Röhren. Durch eine Oeffnung auf derentgegengesetzten Seite lauft das unreine Wasser ausdem Haspel-Becken wieder ab; beide kleine Röhren sinddurch Hähne verschlossen, welche die Hasplerin nach Be-lieben öffnen und verschließen kann, so daß sie es inihrer Gewalt hat, den Wasserspiegel in den Haspelbek-