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Seide und Seidenbau.
dert, und das Tageloh» von 60 täglich erspart. DasTagelohn für eine Hasplerin beträgt täglich 20 bis 25Souö, für eine Dreheriu 12 bis 15 Sons, es werdenalso täglich 36 bis 45 Livre gespart, und da man denAuswärtigen, oder die nicht im Orte Wohnenden, auchnoch Suppe, Wein, Nachtquartier geben muß, so wirdauch noch dabei erspart. An Holz gebraucht man nurden 6ten Theil dessen, was bei dem gewöhnlichen Ver-fahren erfordert wird. Bei den kleinern Maschinen,die nur 4 Haspel in Bewegung setzen, spart man nur einePerson, bei 6 Haspeln zwei, bei 8 Haspeln drei rc.
Noch einige Bemerkungen überdas Ha-speln der Seide. Daß man mit der Verbesse-rung des Seidenhaspels, und also des Seiden-haspelns oder des Haspelns der Seide schonftüher beschäftiget war, beweisen die verschiedene Ver-änderungen, die der Seidenhaspel erlitten, um den Sei-denfaden reiner und glänzender darzustellen, worauf esbei einer guten Seide ganz vorzüglich ankommt. Alleinalle diese Verbesserungen beim Seidenhaspel würdensehr wenig nützen, wenn, wie schon oben, S. 230, be-merkt worden, die Abwiuderin des Fadens vom Cocon,welche vor dem Wasserbecken oder Kessel sitzt, nicht diegehörige Aufmerksamkeit auf ihr Geschäft verwendete.Sie muß, sobald das Wasser anfängt heiß zu werden,sogleich ein Paar Hände voll Cocons in den Kessel wer-fen, und solche mit ihrer Ruthe, die aus den feinstenReisern des Heidekrautes rc. besteht, deren insgesammtabgeschnittene Spitzen eine gleiche Oberfläche ausma-chen, sie sanft unter das Wasser drücken, welches zuwiederholten Malen geschieht, damit die Cocons gutdurchnetzt werden, und sich die durch das Wasser gelö-seten Fäden an die Spitzen der Ruthe anhängen, wor-aufsie genau sehen muß, wie auch schon oben, S. 225,angeführt worden, damit sie gleich solche fassen und sie
Oec. rechn. Enc. Theil 0l.II. O.