Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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248 Seide und Seidenbau.

zungen nach der oben angegebenen Art jederzeit in glci-cher Anzahl gemacht werden können, so wird darausauch immer eine Gleichheit der Stärke in der Seide erfol-gen, welches eine von den vornehmsten Eigenschaftenist, die sie haben muß. Da ferner der Druck der Kreu-zungen zu der Reinlichkeit der Seidenfäden viel beiträgt,indem dadurch die kleinen Fleckchen auf ihrem Wegeaufgehalten werden, so ist daran nicht zu zweifeln, daßdas, was von demselben in der ersten Kreuzung durch-gewischt ist, in der andern stecken bleiben kann, welchesimmer ein Widerstand mehr seyn wird, der die Seiden-faden verhindert, auch nur mit dem geringsten fremdenKörper auf den Haspel zu kommen; und weil auch dieAnzahl der Kreuzungen allemal gleich ist, so werdenauch die Hindernisse immer dieselben seyn. Harr er-hält also dadurch eine Seide, die allemal gleich rein undgleich eben ist. Der Druck der Kreuzung dient auch nochdazu, daß dieWassertheilchen, mit welchen die Fadcherrvonden Cocons, wenn sie aus dem Kessel herauskommen, um-geben sind, abgesondert werden, so ist es ausgemacht, Laßje mehr Kreuzungen gemacht werden, um so größer auchder Druck sei, und daher auch um so mehr Wassercheil-chen von den Serdenfäden abgesondert werden müssen,indem diejenigen, die nicht durch die erste Kreuzung hin-weggeführt sind, durch die zweite davon gehen werden.Man gewahrt auch sehr deutlich viele Wassertheilchenin Gestalt eines Dunstes von der zweiten Kreuzungin die Höhe steigen, ohne welche Kreuzung diese Was-serkheilchen mit den Seidenfäden auf den Haspel gekom-men seyn, und solche daselbst aneinander geleimt habenwürden, welches ein übles Ding ist, das bei der Abha-spelung der Strähne großen Schaden bringt, weil mannicht allein genöthiget ist, viel Zeit zu verwenden, eheman mit dem Abhaspeln zu Ende kommt, sondern auchdie an einander geleimten Fäden jsich sehr oft entwederschälen oder zerreißen. Außer allen diesen Vollkommen-