Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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262 Seide und Seidenbau.

womit die Seide verschlossen werden kann. DieBret-ter, woraus die Kiste verfertiget wird, müssen in - undauswendig rein abgehobelt werden; dann muß die Kistevon starkem Bau, der Deckel aber genau in die Kistehinein passen und mit zwei Hebeln versehen seyn, unddann mit der Qualität der darin befindlichen Seide be-zeichnet werden. Auch in dieser Kiste wird der Bodenund die Seiten mit Papier gut belegt, dann die Sträh-nen in fünf Reihen dergestalt in die Kiste gelegt, daßvon jeder Strähne die Rose aufwärts zu liegen komme.Ist die Kiste 4^ Fuß hoch mit Strähnen gefüllt, so mußdie Seide mit Papier und dem Deckel belegt, und dannmit platten, 30 Pfd. schweren Steinen beschwert wer-den. Wenn sich nun die Seide binnen sechs oder siebenTagen gesetzt hat, so vermehrt man die Schwere mit 20Pfd. und läßt sie vier Wochen lang stehen; nach Ver-lauf dieser Zeit wird diese Schwere ganz entfernt, unddie Seide nach einigen Tagen, bloß mit dem Deckel be-legt, ruhig liegen gelassen. Bei Eröffnung der Kistewird dann die Seide durch einen lebhaften schönenGlanz und durch Geschmeidigkeit sich auszeichnen.

Von der Zubereitung der Floretseide. DleFlorekseide wird aus den Abfällen der Seide bereitet,welche in vier Gattungen getheilt werden. Die ersteGattung ist diejenige, welche aus der Umhüllung der Co-cons entsteht, nämlich, es ist das gröbliche flockigte Ge-webe um die Cocons; die zweite Gattung ist diejenige,welche die Haspstrin um die Hand wickelt, wenn sie denrechten Faden.sucht; die dritte Gattung, diejenige, wel-che aus den Cocons entsteht, in welchen die Tödtungder Puppen zu spät vorgenommen worden, und dannaus den Ueberbleibseln der Cocons bei derAbhaspelung,welche aus dem Kessel geworfen worden; und die vierteGattung entsteht aus den durchbissenen Cocons, welchezur Nachzucht aufbewahrt wurden. Die erste Gattungist die gröbste, welche aus der Oberfläche der Cocons