Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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366 Seide und Seidenbau.

mit dem Unterschiede, daß diese Gattung nach dem Aus-kochen mehrere Make gut ausgewaschen und von ecwa-nigen Schmutze und Flecken gereiniget werde. — Dievierte Gattung Floretseide, welche aus den von denSchmetterlingen durchbohrten Cocons herstammt, alsoauö den vollkommensten, ist die beste. Nach mehrerenneuen Seidenbereitern soll man die Cocons gar nichtaussieben, weil die in größter Ordnung gesponnenenFäden dieser Cocons durch das Kochen verwirrt undblätterig werden; auch wird der sonst kräftige Faden da-durch geschwächt. Man muß dann die Seide auch kar-dätschen, wobei die Hälfte verloren geht, und der übrig-bleibende Theil unrein bleibt. Nach der älteren Zube-reitungsart werden die Cocons aufgeschnitten, dieHäuk-chen von der darin gewesenen Puppe herausgenommen;dann werden sie Tag und Nacht eingeweicht, und inSeifenwasser ein paarmal aufgekocht. Dann wird sierein ausgewaschen, gespült, geklopft, cardetscht und ge-sponnen. Wenn man sie nicht kochte, wurde sie einigeStunden getreten. Nach der neueren Art, diese Seidezum Gebrauch zuzurichten, nimmt man so viele schmalehölzerne G-schirre, als zu der Quantität Seide, die manzubereiten will, hinlänglich sind, reiniget sie gut, thutdann ein Pfund dieser Cocons in das Geschirr, undläßt sie durch die Füße eines Mannes auseinander tre-ten; dann werden die Cocons mit warmen Wasser, inder Temperatur einer frisch gemolkenen Milch, derge-stalt benetzt, -aß das Wasser, dem die Cocons zusam-mentretenden Manne nur etwas Weniges zwischen denZehen hervorsprißt. Dieses Zusammentreten der Co-cons wird über ^ Stunde fortgesetzt, darf aber nicht solange dauern, bis sich die Fäden in den Cocons aufgelö-set haben. Man nimmt dann einige Cocons heraus,und wenn sie dabei sich gnt und leicht, wie Teig, aus-einander ziehen lassen, so ist eS ein Zeichen, daß sie langegenug getreten worden. Je mehr sie eingetreten wor-