Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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268 Seide und Seidenbau.

aufgelöset, von Staub und Unreinigkeit befreiet, unddadurch das Kardätschen selbst erleichtert wird. Hierzuhat man nun eine ganz einfache Maschine, die ausfol-gende Weise zusammengesetzt wird. Man nimmt abge-hobelte, viereckige Bretter, 4 Fuß lang und 3 Fuß breit,und richtet sie wie ein Tisch, auf 4 Füßen ruhend, 3Fuß hoch auf. Von oben giebt man derselben eineEinfassung, worauf ein von groben Spagat mit kleinenLöchern verfertigtes Netz ausgespannt und mit Bretternund Nägeln gut befestiget wird. Ueber das Netz wirddann ein dreieckiger, aus gehobelten, Fuß breiten und2^ Zoll dicken Brettern verfertigter Aufsaß angebracht,welcher mit Schrauben auf der Stellage wie das Ge> :lander eines Schreibtisches befestiget wird, so daß eine .Seite der Länge nach für den Ausklopfer offen bleibt.Die Seide wirb dann theilweise auf diese Maschine ge-bracht, mit zwei hölzernen Stäben so lange geklopft, bisste sich rollend aufgelöset hat, und von Staub und Un-reinigkeit gänzlich befreiet ist. Während des Klopfensmuß die Seide öfters umgewendet, und dabei genaudarauf gesehen werden, daß keine verloren geht. Die ^hierzu verwendeten zwei Stäbchen sollen von Weiß- ^dorn- oder von Haselnuß-Ruthen gemacht werden; sie ,sollen 4 Fuß lang, dünn und glatt, dann an einem Ende ^etwas dicker oder schwerer seyn. k

Die Kardätschen zu der Flyretseide werden auf fol- l-gende Weise gemacht: Man nimmt recht gleichen und 8geschmeidigen Draht, welcher nicht brüchig und schiefe- sricht ist, und dessen gewöhnliche Stärke so ist, daß kwenn man achtzehn Drahtstärken neben einander slegt, sie gerade 1 Zoll geometrisches Maaß betra- >gen, und schneidet ihn nach einerlei Länge, wie .Fig. 8644 zeigt. Hieraufspitzt oder schleift man diese ;Drähter auf beiden Seiten, welches die erste Arbeit ist.

Zu einem Paar Kardätschen gebraucht man 2 Pfund ^Draht; sie erhalten 2640 Zähne; man kann 'aber im- ,