Seide und Seidenbau. 269
mer einige Hundert darüber rechnen, weil in der Bie-gung der Zähne viele brechen. Man biegt nun dieZähne auf folgende Weise: Man hat hierzu zwei Zan«l gen, wovon die erste die Gestalt wie Fig. 8645 hat, beiwelcher es aber bloß auf die Gestalt und Form der bei-den Backen des Schnabels aa ankommt; die Höhe dersel-ben muß sich zu der Breite so verhalten, daß wenn einDraht in die Zange, zwischen die Backen des Schna-bels, eingeseht wird, so muß die eine Spitze des Drah-
> les unter der Zange gleich seyn, und wenn man denDraht um die Hälfte der Zange herumlegt, die andereSpihe zuerst so lang wird, als diejenige, welche in der
! Zange steckt, man erhält auf diese Weise die Fig. 8646.
! Auf diese Art werden alle Drähter gebogen, und so ha-ben sie ihre erste Biegung. Hierauf nimmt man die' zweite Zange Fig. 8647, die aus zwei Stücken zusam-mengeseht ist. Der untere Theil 6 hat bei 6 e zweieingefeilte Ritzen, welche von dem oberen Eisen be-deckt werden. In diese Löcher steckt man die einmali gebogene Drähter, wo dann der Absah ck am Oberei-
> sen- wenn es auf das untere fest geschroben wird, ver-hindert, daß die zwei Spitzen des Zahnes nicht tieferhineingehen, als sie gebogen werden sollen. Hieraufbiegt man den herauSstehenden Rücken des Zahnes aufeinem Stücke Bley um, und solches nach der unterenSeite z zu, so ist det Zahn fertig und hat die Gestalt,
^ wie Fig. 8648 zeigt. Nach dieser Biegung sind nundie Zähne bis auf das Einsehen derselben ins Leder fer-» tig. Wenn die Drähter die erste Biegung bekommen,
! so können in der Zange, Fig. 8645, vier Drähter auf
^ einmal vermittelst einer Fuge, wie bei a zu sehen, gebo-s gen werden, welche gerade so breit ist, als vier Draht-stücken neben einander betragen. Die Fuge muß aber' in diejenige Seite gefeilt seyn, über welche die Zähne
> nicht gebogen werden, sonst würden solche an ihrer
t Breite etwas verlieren; dagegen muß bei der zweiten