270 Seide und Seidenbau.
Biegung nur ein Zahn auf einmal gebogen werde»,weil sonst die Zahne nicht gerathen, wenn man zweiStück auf einmal biegen wollte. Uebrigens geht essehr einfach zu, und zwar auf folgende Weise. DieFugen 6 6 in Fig. 8647 müssen so geräumig seyn, daßdie Zähne, nachdem sie gebogen worden, von selbst her.ausfallen. Hat man nun einen Draht, welcher schondas erste Mal gebogen worden, in das Instrument ge>steckt, und biegt dann den Zahn mit der rechten Handfertig, so sucht die linke unterdessen einen andern, derschon parat gelegt werden muß, und steckt ihn gleich indas Instrument; und hebt man solches vorn Bley auf,so fällt der fertige Zahn von selbst heraus. Hat mannun, wie oben angeführt worden, die Zähne gehöriggebogen, so erfolgt das Einsetzen derselben in das Leder.Zu dieser Beschäftigung gebraucht man zwei Instru-mente. Das erste ist ein Eisen, Fig. 8649, mit wel-chem die Löcher ins Leder zur Einsetzung der Zähne ge-schlagen werden, damit solche recht egal im Leder stehe«.Das zweite Instrument ist eine Zange, Fig. 8650, mitwelcher die Zähne ins Leder eingesetzt werden. DieLeder, in welche die Zähne gesetzt werden, müssen vongeschmeidigem Rindsleder seyn, jedoch darf dieses nichtzu schwach seyn; denn je stärker die Leder sind, umsofester sitzen die Zahne darin. Diese Leder erhalten dieGestalt, wie Fig. 8651 zeigt, deren Länge 2 Fuß 10Zoll und die Breite 4 Zoll beträgt. Man spannt hier-auf diese Leder in einen Rahmen, welcher die Gestaltwie Fig. 8652 hat, und so beschaffen ist, daß man dieLeder an beiden Enden fest schrauben kann, welchesdurch die beiden Seitenbretter Nr. 1 geschieht, die auszwei Stücken bestehen, wovon daü oberste auf daö un-terste fest geschraubt werden kann, wie Nr 2 zeigt.Diese werden durch zwei lange Stangen Nr. 3 ausein-ander gehalten, welche an dem einen Ende in dem Sei-tenbrette s fest gemacht, an dem andern Ende b aber