Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
Seite
315
JPEG-Download
 

Seide und Seidenbau. 315

ein .......... 1063 Äre»

Die Ausgabe war ....... 754 -

blieb ein Gewinn von ...... 309 Lire.

Dieses betrögt, den Lire nach unserem Gelde zu 6^Sgr. gerechnet, 64 Rthlr. 11^ Sgr. — Im Jahre1814 wurden 401 Pfd. Cocons gewonnen, und dasPfd. zu 78 Soldi verkauft; es ergab sich daher, nachAbzug der oben angeführten Unkosten, ein reiner Ge-winn von 809 Lire, welche nach unserem Gelde geben168 Rthlr. 16 Sgr. — Der Preis der Seide imDurchschnitt beider Jahre zu 65 Soldi angenommen,wäre der reine Gewinn des Seidenbaues, bei 10 LothGrainS, 559 Lire oder 115 Rthlr. 8 Sgr. 9Pf. Nachdem Herrn von Türk stimmt solches so ziemlich mitdem Ertrage überein, den der Schullehrer Götze imJahre 1825 von seinem Seidenbau, bei 9S-Lth. GrainS,gehabt hat.

Bonafons rechnet 800 Pfd. Blatter für die Sei-denraupen von einem Lothe Eyer, und nur 80 PfundCocons, folglich 20 Pfd. Blätter auf l Pfd. Cocons,statt daß bei dem Grafen Dandolo 14 Pfd. Blätterauf ein Pfd. Cocons gerechnet sind. — Nach demEngländer Step he n so n, sollen die Bauern in Lan-guedoc, in der Nähe der Cevennen sehr arm gewesenseyn, weil sie ihren schlechten Boden nicht zum Getrei-debau benutzen konnten, nachdem sie aber gefunden,daß der Maulbeerbaum daselbst gut gedeiheke, legten siesich auf die Seidenraupenzucht, in welcher sie es soweit gebracht haben, daß sie, die ehemals zu den ärm-sten Bewohnern Frankreichs gehörten, gegenwärtigreicher sind, als die meisten Bauern in dem übrigenReiche. — Im südlichen Frankreich sind die Maulbeer«baumblätter, bei dem starken Betriebe des Seidenbauesdaselbst, ein Handelsartikel geworden ; denn die Bau-ern, die nicht genug Blätter für ihre Seidenraupen