Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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316 Seide und Seidenbau.

haben, bezahlen sie gern mit baarem Gelde. Diesesgab Veranlassung, daß wohlhabende Gutsbesitzer großePflanzungen von Maulbeerbäumen auf ihren Gutemanlegten, weil sie dadurch ein sicheres jährliches Ein-kommen, ohne viele Mühe und Auslagen erhalten, sobald die Bäume einmal so groß geworden sind, daß sievon den Thieren nicht mehr beschädiget werden können.In der Gegend von Mayland werden 100 Pfd. Blät-ter gewöhnlich mit 74 Mayländer Lire, den Lire zubjSgr. gerechnet, macht 1 Rthlr. 16 Sgr., das Pfundungefähr 6 Pf., bezahlt. Wenn Mangel an Blättern ist,steigt auch wohl der Preis der 100 Pfd. auf 20 Lireoder 4 Rthlr. 5 Sgr. nach unserem Gelde, so daß darPfund über ISgr. zu stehen kommt.

Herr von T ü vk hat im Jahre 1828 in seiner Sei-denbau-Anstalt zu Klein--Glienicke bei Potsdam dreiHaspel aufgestellt, nämlich 1) den Haspel, welchen HmMylius in Mayland erfunden, und den der HmMaschinenbauer Quewa in Berlin gebauet hat;2) den von dem Herrn MechanikuS Ernst in Berlinerbaueten Haspel, und 3) den gewöhnlichen Piemonte-sischen Haspel. Der Letztere ist nur zurzVergleichungder beiden Ersten aufgestellt worden, und dient zum Ab-haspeln der Doppelcocons. Vom lOten July bis Iste»September sind bei den genannten Haspeln 17 Men-schen beschäftiget gewesen, von da an 19, da auch dergewöhnliche Haspel, zum Abhaspeln der Doppel-Coconsin Bewegung gesetzt worden. Bei der Maschine vonMylius, waren nämlich 8 Personen mit Haspeln undzwei mit Drehen des großen Rades beschäftiget, zweimit dem Auflösen und Zutragen der Cocons, und einePerson mit der Aufsicht. Bei der Maschine vonErnst zwei Personen mit Haspeln und zwei mit Dre-hen, und bei dem gewöhnlichen Haspel ebenfalls zweiPersonen. In dem genannten Zsttraunie, jedoch bis