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und BreScia erzeugt. Die in der Provinz Mantuaund Cremona erzeugte, weniger gute Seide, wird auf-er Messe zu Breöcia größtenteils abgesetzt. DieProvinzen Pavia und Lodi erzeugen zwar eine hinläng-liche Menge Seide, doch ist sie, wegen des feuchtenKlimas wenig werth, sie soll indessen gut zum Einlegender Gewebe sein. Die Provinz Verona und deren Um-gegend verschaffen die so berühmte Seide Hum Nähenund zu andern Arbeiten, wozu man gedrehete Seide be-darf. Hier ist der eigentliche Markt der Nähseide,welche von hier in unendlichen Farbenschattirungennach Deutschland und andern Ländern versandt wird.Die runde Seide, woraus die berühmten seidenenBänder und Schnüre in verschiedenen Farben verferti-get werden; die in mehrere Länder, haupksächlig nachder Levante versendet werden, liefern die ProvinzenPadua und Rovigo. Die Provinzen Vizenza undBassano liefern gleichfalls eine ansehnliche MengeSeide jeder Gatcung in den Handel, welche man nunzum Einlegen gebraucht, weil ihre Gewebe schwer undauch etwas rauh werden. Besonders reiche Seiden-provinzen sind in dem Lombardisch-Venetianischen Kö-nigreiche Treviso und Friaul, besonders das Land zwi-schen der Piawe, und dem Tagliamento; sie haben denRuhm, die schönste Seide im Venetianischen zu erzeu-gen, sowohl in Qualität, als Feinheit des Fadens.Man zieht sie besonders von Venedig. — Die Pie-montesische Seide behauptet unter den feinen Sor-ten der Italienischen Seide den Vorzug. DieOrsoiseide aus diesem Lande ist unter allen die besteund feinste. Sie hat einen ungemein schönen Glanz,und die vortrefflichste Zurichtung. Sie geht in großerMenge nach Botzen, Genua, Wien, Frankfurt a. M.und Leipzig. Die Seide von Bergamo, Vizenza, Ve-rona, Reggio di Modena folgt auf die Piemontesiche,mit Einschuß der im Lombardisch-Venetianischen Kö-