Seide und Seidenbau^
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njgreiche erzeugten, die oben angeführt worden. Alledie genannten Italienischen Länder liefern solche Arten,die zum Theil zu Orsoi- oder Organsin, zum Theil auchzu Tramfeide dienen. Auf der berühmten Messe, diejährlich im August zu Bergamo gehalten wird, werdendie Preise der im ganzen Lande gewonnenen Seide fürdas ganze übrige Jahr regulirt. Mit gefärbter undzugerichteter Orsoglio-, Pel- und Tramfeide versieht Ro-vcredo einen großen Theil Deutschlands; auch sehtdiese Stadt viel auf den Deutschen Messen ab. Eingroßer Theil der oben unter 2 angeführten rohenSeide wird auch in Frankreich gewonnen, und passirtdaselbst nur für feine Florekseide. Man macht auchdaraus schöne glänzende Nähseide, die zu mittelfeinenseidenen Strümpfen verarbeitet wird. Viel von dieserSeide liefert auch die Levante. So z. B. liefert eineschöne feine Seide dieser Art Aleppo, Said und Tripo-lis in Syrien, wie auch die Insel Candia und Cypern.Der Unterschied, welcher zwischen der Französischen,und der Morgenländischen rohen Seide Statt findet,liegt darin, daß man in Frankreich die vollkommenstenund schönsten Cocons in kochendem Wasser abwindet,und nur von den geringeren und ausgeschossenen die8oi6 ecruo macht In den Morgenlanden findet da-gegen kein Abhaspeln beim Feuer Statt, und manschickt die Seide so zum Verkauf, wie sie von denCocons abgewunden worden, und theilt sie blos infeine, mittlere und grobe ein. Die oben angeführteSeide Nr. 3 ist die feinste unter allen Arten Seide,die man in den Manufakturen Frankreichs, Englandsrc. verarbeitet. Sie findet besonders zu den schönstenBandartikeln, und den reichsten Fabrikaten, als z. B.in den Sammet-, Atlas-, Damast-, Taffent-, Brokard-,Krepflor und ähnlichen Seidenwebereyen vom erstenRange ihre Anwendung. Eine zweite Gattung ge-kochter Seid ist diejenige, welche zum Verspinne» vor-