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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenbau-Schule. 339

derselbe auch am Anfange dieses Jahrhunderts eingehen,oder vielmehr der ganze Unterricht eingestellt werden; dennda der Seidenbau für Rechnung des Seminars be-trieben wurde, so bekümmerte sich der Lehrer, derSeidenbau - Inspektor, sehr wenig darum, und dieFehler, welche gemacht wurden, gereichten ihm nichtzum Schaden. Die Seminaristen und Präparan-ten mußten die Maulbeerblätter aus dem Schulgar-ten vor dem Potsdamer Thore bei Berlin für dieSeidenraupen pflücken und herbeischaffen. Da nunNiemand da war, der darauf sah, was für Blättergepflückt wurden, ob gesunde oder kranke, so konntedie Zucht nicht gedeihen, und wenn die Raupen auchbis zur zweiten Häutung gut blieben, so erkranktensie gewiß dann, weil es an Raum, Futter und Pflegefehlte. Es waren auf dem Seidensaale gewöhnlichsechs Seminaristen oder Präparanten. Konnte mandie.Würmer nicht mehr beherbergen, oder denselbenhinlängliches oder gesundes Futter reichen, so wurdeden Seidenwürmern ein kurzer Prozeß gemacht, undauf einmal 40 bis 70 Kisten in das geheime Gemachgeschüttet, und da gewöhnlich die übrigen Raupen auchschon erkrankt waren, so erhielt man öfters kaum 10Pfd. Seide, da nach der Auslage des Samens wenigstens100 Pfd. Seide hatten gewonnen werden müssen. DieFehler wurden dann bei der Inspektion von Seiten desSchuldirectoriums der schlechten Witterung, dem Wet-terleuchten öder einer andern Ursache zugeschrieben.Auch wurde so stark Tabak auf dem Seidenbausaale ge-raucht, daß die Luft davon ungesund ward. Die Se-minaristen, welche nun auf diese Weise mit dem Sei-denbau bekannt wurden, und ihn dann bei ihren Schul-lehrerstellen auf dem Lande betreiben sollten, konntensich also nur eine sehr unvollkommene Kenntniß vondemselben zu eigen gemacht haben, welches auch dernachherige Erfolg bewies, daß nur sehr Wenige ihn fort-

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