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getrieben haben. Wo nun also Unterricht im Seide»,bau ertheilt werden soll, da muß es auch so geschehen,daß die Lernenden davon wirklich Vortheil ziehen kön-nen, sonst ist nicht nur der Unterricht vergebens, son-dern auch die nachherigen Mühen und Kosten. Wieeine Seidenbauschule oder ein Seidenbau- Institut an-gelegt werden soll, und auf welche Weise der Unterrichtdarin ertheilt werden muß, darf hier wohl nicht ange-führt werden, weil sich solches aus dem ergiebt, waroben über Seide und Seidenbau gesagt worden.
Diese vorher angeführte Seidenbauschule bezogsich bloß auf die Erlernung der Seidenraupenzucht fürKüster, Landschullehrer rc.; sie zieht also in ihren Bereichbloß die Kenntniß von den Seidenspinnern, den Seiden-spinnereyern und der Ausbrütung derselben; ferner gehörtzu ihrem Unterricht die Aufziehung der Raupen durchalle Häutungen, die Einspinnung derselben bis zur Ge-winnung der Cocons, und deren weitere Sortirung undPräparatur zum Verkauf. Hier nun der Plan zu ei-nem General-Seidenbau-Jnstitute, oder'zueinem Institute, welches sich über alle Zweige der Sei-dengewinnung und Seidenfabrikation verbreitet, alsodie Bildung geschickter Seiden - Manufakturisten imAuge hat. Der denkende Manufakturist näht die er-haltene technologische Kenntniß nicht bloß zur Nach-ahmung, sondern er prüft den Werth seines Materialsund seines Werkzeuges mit Kenneraugen, entdeckt dieMängel, wo das blöde Auge Vollkommenheit findet,und bessert an diesen erkannten Mängeln so lange, biser an deren Stelle Vollkommenheit sieht. Der bloßzur Nachahmung angestellte Manufakturist ohne Bil-dung handelt nach der mechanischen Anweisungseines Lehrers; denn unbekannt mit der Entstehung sei-nes Materials und seiner Substanz, unbekannt mit sei-nem Werkzeuge, dessen Zusammensetzung und Kräfte»,ist er bloß eine mit Verstand begabte Maschine, dieihren Verstand bloß dazu anwendet, nur nach der Vor-