Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenbau - Schule. 341

schriftj, nach dem zu handeln, wozu ihn sein Lehrer an-weiset. Er hält es nicht der Mühe werth, sein täglichesGeschäft zu einem Gegenstände des Nachdenkens zumachen. Findet sich unter der großen Anzahl von me-chanischen Arbeitern irgend ein Forscher, so wird diesersich über die übrigen seiner Genossen erheben, er wirdhervorleuchten; allein er würde noch unerldlich mehr lei-sten, wenn er mit Hülfökenntmssen bereichert zu seinerBestimmung übergegangen wäre. Ein gewisser HerrBuddeuS theilt darüber im Journal für Fabrik, Ma-nufaktur und Handlung, Jahrgang 1793, Bd. 4, ineinem Aufsähe unter der Aufschrift: Beitrag zurVervollkommnung der Seidenfabriken, S.169, folgendes mit: 1) Jeder angehende Lehrling muß,außer der körperlichen Fähigkeit, nicht früher, als nachzurückgelegtem fünfzehnten Jahre zum Lehrling ange-nommen werden, nachdem er zuvor bei einer angestell-ten Prüfung, außer den Kenntnissen in der Religion zuseiner sittlichen Bildung, im fertigen Schreiben undRechnen brauchbar befunden und zugleich einen offenenfähigen Kopf bemerkt zeigt. — 2) Dieser Lehrlingkömmt, ehe er in die Lehre aufgenommen wird, in dieZubereitungsfchule, in welcher er nachfolgenden Unter-richt durch Vorlesung erhält.

s) Unterricht in der Theorie der Seidenbaukunst biszum Haspel, mit Inbegriff der Lehre vom Seiden-handel.

d) Theorie der Seiden-Moulinage.

e) Anweisung zum Sortiren der Seide.

cl) Theorie der Färberey.

v) Theorie des SeidenwickelgefchäftS.

l) Theorie der Kettenfcheerung.

Z) Theorie der Seidenfabrikation von der einfachstenArbeit an bis zur zusammengesetzten.

k) Theorie der Appretur, in so fern sie auf dieFabrikation Beziehung hat.

Bei dieser Theorie kommen viele Maschinen vor. Es