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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidmfärberey. 345

werden, daß der Seidenfaden, welcher bei aller Fein«heit, noch sehr fest ist, durch dieses Reinigungsmittelbesser eröffnet, erweicht, und dann ganz durchdrun-gen werde, so daß nicht bloß die Oberfläche desselben,sondern auch daö Innere aufs Beste gereinigetwerde, sonst giebt es weder feste, noch gleiche Farben.Um nun dieses zu bewirken ist die Kochung derSeide nöthig, die überhaupt mit heißem Wasser ge-schieht, worein eine gewisse Menge Seife kommt,welche Menge der Seifeffich nach dem Gebrauche derSeide vermehrt oder vermindert. Man kocht dieSeide, welcher man den höchsten Grad der Weiße ge-ben will, zweimal; z. B. diejenige, welche weiß blei-ben soll, und wovon man weiße Zeuge machen will;diejenige aber nur einmal und mit einer geringerenMenge Seife, welche in der Folge mit verschiedenenFarben gefärbt werden soll, weil der kleine rotheSchimmer, welchen sie behält, nicht verhindert, daßdie weißen Farben, welche man derselben giebt, nichtschön werden. Gleichwohl nimmt man eine größereoder kleinere Menge Seife, je nachdem die Farbensind, wozu die Seide bestimmt ist.

Die erste Kochung der Seide, welche zur weißenFarbe bestimmt ist, nennt man das Entgummien,oder die Befreiung der Seide vom Gummi, Fr. I«veZommsZo, weil der Hauptzweck dabei ist, derSeide den größten Theil ihres Gummis zu nehmen.Um diese Arbeit zu verrichten, beginnt man damii,die Seide zusammen zu binden, so daß man durch je-des Stück eine Schnur zieht, die aus einer Anzahlzusammengeknüpfter Strähnen besteht, wie Fig.8656 zeigt. Hierauf werden die Stücke von einan-der gedreht, verschiedene zusammengefügt, um eineHandvoll zu machen, deren Größe und Namen sichnach den Fabriken verändern. Die Vorsicht, dieman hier gebraucht, um die Stücke zustimmen zu