Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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348 , Seidenfärberey.

rothe Farbe vom Saflor annehmen, so nimmt man25 Pfd. Seife auf jede 100 Pfd. Seide zur Ko>chung, weil sie einen so weißen Grund dazu habenmuß, wie diejenige Seide, welche weiß bleiben soll.Wenn die Seide gekocht worden, wird sie heraus ge-warfen, das heißt, die Säcke werden aus dem Kesselgezogen, wozu man sich eines kleinen Stabes odereiner Staüge bedient, mit derselben unter den Sackfährt, während man sie auf den Rand des Kesselsstützt, und ihn so aufhebt, indem man denselbendurchsticht. Der Ort, wohin man die Sacke beimHerausziehen wirft, muß sehr rein seyn, auch bedecktman sie wohl noch mit Leinwand oder Brettern, oderlegt sie auch wohl auf eine Tragbahre, Fig. 8659.Wenn nun der Sack an der Erde oder auf der Trag-bahre liegt, wird er aufgetrennt, indem man dieSchnur, nachdem sie aufgeknüpft worden, auszieht,die Seide herausnimmt, und sie untersucht, ob sie diegehörige Kochung erhalten hat, ist dieses nicht derFall, welches man an dem Gelben und an einem ge-wissen Schleim sehen kann, welcher an diesen Oer-kern bleibt, so muß sie wieder ins Kochen gebrachtund dann auf die nämliche Weise herausgeworfenwerden. Dieses ist die ältere Vorbereitungöart durchsKochen. Nach einer neueren nimmt man nicht soviel Seife^ als oben angegeben worden, und seht demBade noch Urinlauge zu. Man nimmt nämlich auf1 Pfund Seide,-nur 4 Loth Seife, und setzt auf einMaaß Seifenwasser 1 Maaß oder Quart Urinlaugezu, legt die Seide ein paar Stunden lang in diesesBad, damit sie sich recht voll saugen kann, wobeiman sie auch mit den.Händen, oder wenn es zu vielist, mit den Füßen zusammendrückt und durchknetet.Während dieser Zeit wird ein frisches Seifenbad ge-macht ; die Seide aus dem ersteren ohne sie auszu-drücken herausgenommen, und sie in das heiße lau-