Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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370 Seidenfärberey.

Schwefelgelb, die vierte aber ein natürliches Strohgelb.Alle Schattirungen werden aus der Farbe weg gelüf-tet, stark auögerungen, in fließendem Wasser rein ge-spült, und im Schatten getrocknet. Man kann, umdie Farbe fester zu machen, unter daö Farbenbad auf1 Pfd. Seihe 1 Loth Salzgeist mischen; allein dieFarbe wird nicht so schön, und fällt mehr ins Braun-gelbe.

Man kann das Citronen-, Schwefel- undStrohgelb auch aus dem GelbholHe mischen, wo-zu man sich gleichfalls einen Extrakt aus dem genann-ten Holze macht, wie bei der Curcumey. Die Seidewird vorher mit 4 Loth Alaun gehörig gebeiHt, unddann wird sie in der warmen Farbenflüssigkeit aus-gefärbt, eine Schattirung nach der andern, bis die Far-benflüssigkeit ausgezogen und leer ist, dann die Seideaus der Farbe gezogen, gelüftet, stark auSgerungen, infließendem Wasser rein gespült, und im Schatten ander freien Luft getrocknet. Diese Farbe ist dauerhaf-ter in der Luft, als die vorige. Wenn man das Gelb-holz bloß im Wasser abkochen will, so wird die Seide,wie vorhin, im Alaun gebeitzt, und zum Faröenbadenimmt man ein Maaß oder Quart sauren Geist, undfärbt hernach die Schattirungen eine nach der andernaus der Flüssigkeit.

Gelb auf Seide aus den K reuz- oder Franzbee-ren; 6rair>8 (Hvlvnoit. Man kann eine Tinktursich gleichfalls aus den genanuten Beeren durch einenAufguß einer Säure oder mit saurem Geiste bereiten,wie bei dem Gxlbholze und derCurcumey, weil die Farbedadurch noch schöner und fester wird, als wenn sie mitbloßem Wasser ausgezogen worden; denn diese Beerenbesitzen viele färbende Theile. Am besten ist es, sie kleinzu stoßen, und dann einen Extraet vermöge des erwähn-ten Aufgusses daraus zu bereiten. Die Seide wirdzuvor, wie oben angeführt worden, mit 4 Loth Alaun