Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenfärberey. 37L

nen kann, daß man ein schönes Grün erhält. EinigeFärber, wenn sie ein starkes gelbes Bad angefertigt ha-ben, thun zur besseren Entwickelung derFarbe, gestoßenePotasche hinein; auch bei der Seide salpetersaureSSalz,wovon man auf 1 Pfd. Seide 4 Loth zum gelben Badenimmt. Sobald nun das gelbe Bad auf diese Weifeeingerichtet worden, so läßt man den Kessel heiß werdsn,thut die blau grunhirte und gebeitzte Seide hinein, undfährt mit derselben so lange darin herum, ohne sie zukochen, bis sie ein schönes Grün angenommen; dannwird sie herausgenommen, gelüftet, in fließendem Was-ser rein ausgespült, und im Schatten oder an der freienLuft getrocknet, so erhält man eine schöne, dauerhafteund satte grüne Farbe.

Englifchgrüne Schattirungen, aus derBlauküpe und den Kreuzbeeren. Man machrvon den Kreuzbeeren oder Franzbeeren, 6raius ck'^vi-Anou, einen Dekoct, dann nimmt man die Seide undgiebt derselben in derJndigoküpeeinen hellblauen Grund,wozu die kalte am besten iß, und zieht hieraufdie so grün-dirte Seide zuerst durch ein warmes Wasser, und spültsie dann in fließendem Wasser nach. Man zieht nundie Seide durch eine Alaunbeitze, nnd bringt sie dannin das zubereitete gelbe Farbenbad der Kreuzbeeren, wozuman noch etwas Jndigotinktur tröpfelt, auch 2 LothZinnsolution mischt, und dann darin die Seide so langekocht, bis sie eine schöne Englischgrüne Farbe angenom-men hat; dann die Seide geiüfter, rein ausgespült infließendem Wasser, und im Schatten getrocknet. Ausdem übrig gebliebenen grünen Bade kann man nun nochso viele Schattirungen cherauöfärben, bis das Badleer ist.

Sächsischgrüne Schattirungen aus derJndigotinktur mit Curcumey, Gelbholzund Kreuzbeeren. Willman dieftsGrün aus derCmcumey machen, so muß man die Seide vorher mit