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376 Seidenfärberey.
8 Loth Alaun auf ein 1 Pfd. Seide beißen, und sie 12Stunden darin liegen lassen. Zum Farbenbade nimmtman frisches Wasser in den Kessel, macht es über Feuerheiß, rührt 2 Loth klein gestoßenen Cuvcumey dareinso daß man,ein starkes gelbes Bad erhält. In diesesBad thut man nun so vielIndigotinktur, bis sie davongrün genug ist; dann thut man noch 2 Loth Zinnsolu-tion hinzu und läßt die gebeihte Seide darin so langekochen, bis sie die rechte grüne Farbe erhalten hat; dannwird sie gelüftet, ausgerungen, rein ausgewaschen, undim Schatten getrocknet. — Sollen die Kreuz beere»dazu gebraucht werden, so ist es besser, wenn man vondenselben vorher eine Tinktur macht. Man beißt nundie Seide wie vorher 12 Stunden lang; jedoch nur mit4 Loth Alaun. Man macht nun von dieser Tinktureine Farbenflüssigkeit, und gießt, wenn sie heiß ist, soViel von der blauen Jndigotinktur dazu, als nöthig ist,dann auch 2 Loth Zinnsolution. Man kocht nun darindie gebeihte Seide so lange, bis sie die rechte grüne Farbehat, und macht es dann bis zum Trocknen wie oben an-geführt worden.
Mit dem Gelbholze macht man es eben so. ManMacht erst daraus einenDekoct, bringt die Seide, nach-dem sie vorher gedeiht worden- in das gelbe Bad vondem Dekoöte, und zieht sie dann durch die Blauküpe. —Die eigentlichen Sächsischgrünen Farben erforderneine gleiche Mischung von blau und gelb. Manmuß daher bei der Farbenflüssigkeit darauf sehen, daßunter die erste Schattirung des gelben Bades, also un-ter die stärkste Farbenflüssigkeit, gerade so viel von derblauen Jndigotinktur eingerührt werde, bis die Seidedavon eine grüne Farbe erhält, welche day Mittel, zwi-schen hell- und dunkelgrün hält.
Seladongrün auö demKupfer- oder blauenVitriol. Man gebraucht hierzu nicht den Kupfer-vitriol- sondern ein Kupferoxid, nämlich den destillirten