382 Seidenfärberey.
weg, gießt die Flüssigkeit entweder in ein Faß, und hebtsie zum Gebrauche auf, oder man kann sie auch in derletzten Kufe lassen, und an einen verschlossenen Ortwohlbedeckt hinstellen, wo man sie haben will, kann sieauch nachher alle 5age gebrauchen. Wenn nun dieSeide aus dem Gallapselbaye trocken geworden, so mußman sie sogleich in die kalte Eisenflüssigkeit legen, darin mitden Händen wohl andrücken, öfters umwenden, und solange darin liegen lassen, bis sie die gehörige Schwärzehat. Die Eisenflüssigkeit muß hier nicht gespart wer-den, man nehme daher so viel davon, daß die gallirteSeide darin schwimmen kann. Wenn die Seide rechtschön schwarz geworden, wird sie herausgenommen, starkauögeruugen, gespült, und an die freie Luft zum Trock-nen gehängt. Man kann die gefärbte Seide aber auchspülen, man wird finden, daß sehr wenig Farbe verlorengeht. Wenn das Schwarze aus dem Eisenbade her-äusgesärbt worden, so werden die beiden Flüssigkeitenzusammengegossen und die grauen Schattirungen vonder dunkelsten bis zur hellsten kalt herauSgefärbt. Manläßt immer nur die Seide, welche vorher in war-men Wasser gut durchnetzt wird, so lange unter öfteremllmwenden und Andrücken darin liegen, bis wieder eine- Schattirüng fertig ist. Sollte die erste Seide in derEisenflüssigkelt nicht schwarz genug geworden seyn, undetwa zu viel ins Blaue fallen, so ist solches ein Beweis,siaß "sie noch nicht genug gallirk worden. Man mußsie dann noch einmal in das Galläpfelbad legen.
Schwarze Schattirungen a.us der Eisen-flüssigkeit mit Galläpfeln und Blauholz.Man bereitet ein .gleiches Gallusbad, wie oben ange-führt worden; dann macht man eine starke Flüssigkeitoder ein starkes Bad von Blauholz. Daö Blauholzwird nämlich gekocht und dann wird die Brühe von denSpänen abgegossen. Das Quantum richtet sich nachder Menge Seide, die gefärbt werden soll. Man