Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenfärberey. 383

nimmt nun auf 1 Pfv. Seide 1 Maaß Eisenflüssigkeit,und rührt sie unter das Blauholzbad. Nachdem nun dieSeide gegallt worden, wird sie in das warm gemachteBlauholzbad gebracht, worin man sie eine Stundelang in starker Hitze hält, ohne daß sie jedoch kocht;dann läßt man sie noch eine Weile kochen, bis man ge-wahr wird, daß das Blauholzbad leer wird, und dieSeide dagegen schwarz genug ist. Man nimmt siedann heraus, lüftet sie, ringt sie stark aus, und spült sieso lange in fließendem Wasser, bis daß das Wasserklar davon abläuft. Man kann sie dann an der freienLuft abtrocknen, weil die Farbe fest und gut ist. Mangießt nckn das Galläpfel- und das Blauholzbad zusam-men, und färbt daraus noch ein Helles Asch- und Silber-grau; andere graue Schattirungen kann man davonnicht erhalten. '

Genuesisches Schwarz auf Seide und Sam-met. Man lasse in einem Kessel von 500 PintenWasser 7 Pfund Galläpfel kochen; dann lasse matt dasBad ruhig stehen, damit sich die Galläpfel setzen können,gieße die klare Farbenflüssigkeit ab, thue den Satz her-aus und gieße die Flüssigkeit wieder in den Kessel.Man setze nun in den Kessel eine durchlöcherte großeSchöpfkelle, in welche man 7 Pfd. Gummi Senegal7 Pfd. schwefelsaures Eisen, und 7 Pfd. guten Eisen-feilstaub thut. Wenn diese Ingredienzen in dem Badeaufgelöset worden, so lasse man das Feuer ausgehen,und das Bad acht Tage lang stehen; dann mache mandas Bad wieder heiß, und wenn es zu kochen beginnt,entferne man das Feuer und gieße zehn Maaß oderQuart kaltes Masses in dieses Bad, welches nur sowarm seyn muß, daß man die Hand darin leiden kann.Man thue nun die Seid auf Stäbe, tauche sie inchiesesBad, und lasse sie ungefähr 10 Minuten darin; dannviermal umgedreht, und über dem Kessel auögerungrn.Man thue nun dasselbe oben angeführte Quantum von