384 Seidmfärberey.
Gummi, Schwefelsaurem Eisen und Eisenfeile in dasBad in kleinen Portionen, bis man findet, daß dieSeide die Schwarze erlangt hat, die man derselben gebenwill. Es versteht sich, daß der Durchschlag oder durch-löcherte Schaumlöffel hier wieder angewendet, und da-rin die Species im Bade aufgelöset werden. NachHerren Hardion in Tours lasse man auf 100 PfundSeide 20 Pfund gepulverte Gallapfel von Alexpo ineiner zureichenden Quantität Wasser kochen. Manläßt dann das Bad so lange ruhen, bis sich die Gall>äpfel auf den Boden des Kessels gesetzt haben, von wosie herausgenommen werden müssen. Dann nimmtman 2^ Pfund Schwefelsaures Eisen, 12 Pfund E5senfeilstaub und 20 Pfund inländischen Gummi vonPflaumen - oder Kirfchbäumen, und thut dieses in dasKesselsieb mit zwei Handgriffen. Dieses Gefäß wirdnun mit Stöcken in den Kessel gehangen, damit esnicht. auf den Grund fallen kann. Man läßt nun inZeit von einer Stunde das Gummi schmelzen, und rührtihn dann sachte mit einem Stocke um. Wenn nach derangegebenen Zeit noch Gummi in dem kleinen Kessel ist,so ist es ein Zeichen, Laß das Bad, welches von zweiTonnen ist, so viel hüt, als es braucht. Wenn dasGummi im Gegentheil nicht geschmolzen ist, so kannman noch 3 bis 4 Psd. dazu thun. Man läßt dasSieb beständig in dem Kessel hängen, nimmt es nurweg, wenn man färben will, und hängt es dann wiederhim Während aller dieser Zubereitungen muß derKessel heiß gehalten werden, jedoch ohne daß das Badzu kochen nöthig haO Die Gallung der Seide ge-schieht mit einem Drittheile Galläpfel von Aleppo.Man läßt das erste Mal die Seide 6 Stunden undhernach 12 Stunden darin. Das übrige Verfahrenist wle oben angeführt worden.
Nach einer andern Methode bereitet man dieschwarze Farbe auf Seide, auf folgende Weift: